Die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich errichtet in Linz eine neue Zentrale für 1000 Mitarbeiter und mit öffentlichem Café – sie soll sich in den Stadtteil integrieren. Über die Kosten für das Großprojekt wird geschwiegen, auf das Baumaterial ist man stolz.
Für das Großprojekt war eine Rochade notwendig: Möbelriese XXXLutz übersiedelte an die Donaulände, dafür kann die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich nun am Standort des ehemaligen Möbelhauses an der Linzer Goethestraße eine neue Zentrale bauen. Am Donnerstag erfolgte der offizielle Spatenstich – es ist ein Prestigeprojekt: „Unser Ziel ist, den modernsten Finanzplatz Österreichs zu errichten“, sagt Banken-Generaldirektor Reinhard Schwendtbauer.
„Wir möchten einen Stadtteil attraktivieren“
Der Bau soll im Herbst 2029 fertiggestellt werden und dann als neue Konzernzentrale mit Platz für bis zu 1000 Mitarbeiter dienen. Das Gebäude mit vier Ebenen Tiefgarage und acht Geschossen darüber soll kein abgeriegelter „Bunker für Banker“ sein, sondern sich in das Viertel integrieren. So ist auf den insgesamt 25.000 Quadratmetern Nutzfläche im Erdgeschoss auch ein öffentliches Café sowie im ersten Stock eine halböffentliche Piazza geplant. „Wir möchten nicht nur ein Gebäude errichten, sondern einen ganzen Stadtteil attraktivieren“, sagt Raiffeisen- Chef Schwendtbauer.
Nachnutzung des alten Bank-Stammhauses unklar
Als dominierendes Baumaterial wird Holz verwendet. Dafür werden 12.640 Festmeter Rundholz benötigt. Das Projekt bringe „den Holzbau in eine neue Dimension“, sagt Erich Wiesner, Chef der dafür verantwortlichen Baufirma Wiehag. Im Vergleich zu einer Stahlbetonkonstruktion verursache die Bauweise ein Drittel weniger vorgelagerte CO2-Emissionen, zudem speichere das verbaute Holz langfristig viel Kohlenstoff.
Zu den genauen Baukosten – sie liegen im dreistelligen Millionenbereich – gibt die Bank wegen laufender Ausschreibungen keine Auskunft. Wie das Raiffeisen-Stammhaus am Südbahnhofmarkt nach dem Umzug in die neue Zentrale weiter genutzt wird, ist noch offen. Vorübergehend könnten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Linzer Magistrats einziehen, während das Neue Rathaus renoviert wird.
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