Trotz Pestizidalarm

Heuer wird ein gutes Jahr für Bienen und für Honig

Oberösterreich
21.05.2026 11:20

Trotz alarmierender AK-Studie zu hochgiftigen Pestiziden in insektenfreundlichen Pflanzen und der massiven Frühjahrstrockenheit: Der Chef des Imkereiverbandes Oberösterreich sieht die Situation positiv.

Ausgerechnet am gestrigen Weltbienentag präsentierte die Arbeiterkammer Oberösterreich ein alarmierendes Analyseergebnis: Jede dritte als „bienenfreundlich“ oder „insektenfreundlich“ gekennzeichnete Pflanze aus Gartencentern, Blumenläden, Baumärkten, Supermärkten oder Möbelhäusern sei mit für Bienen hochgiftigen Pestiziden belastet.

In Summe konnten 41 unterschiedliche Pestizide nachgewiesen werden. Auf drei Pflanzen waren sogar welche, die in der EU nicht zugelassen sind.

(Bild: Pressefoto Scharinger/Daniel Scharinger)

„Ein bedenkliches Ergebnis, doch derartige Zuchtpflanzen machen glücklicherweise nur einen minimalen Anteil bei der Honigproduktion aus“, sagt Herbert Vitzthum, Präsident des Imkereiverbandes OÖ.

Der meiste Nektar (die 80.000 Bienenvölker in Oberösterreich benötigen 24.000 Tonnen) werde in der Natur, also auf Wiesen und in Wäldern, gesammelt. Etwaige Pflanzenschutzgifte landen auch nicht im Honig. „Die Biene fungiert als Filter – sie stirbt daran“, erklärt der Chef-Imker, der selbst etwa in der Nähe von Friedhöfen keine Bienenstöcke aufstellt.

(Bild: Wolfgang Spitzbart)
Zitat Icon

Auch Friedhofspflanzen sind leider häufig stark mit Pestiziden belastet. Ich würde daher auch nie dort einen Bienenstock aufstellen. 

Herbert Vitzthum, Präsident des Imkereiverbandes OÖ

Der Zustand der oberösterreichischen Bienenvölker sei trotz der anhaltenden Trockenheit im Frühjahr erfreulich gut. Derzeit gebe es keine gröberen Probleme mit Krankheiten. „Auch die Varroamilbe haben wir im Griff.“

Vitzthum rechnet heuer mit einem guten Honigjahr: „Wir sind jetzt bei der ersten Schleuderung, die zweite folgt dann Anfang Juli.“ Der Preis für ein Kilo Honig liegt in OÖ zwischen 15 und 18 Euro – in Wien dagegen bei 24 Euro.

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