Moderne Technik verschiebt das Gleichgewicht zwischen Mensch und Tier. Die Jagd boomt weiter. Immer mehr Waidmänner sind in Oberösterreich aktiv, und Frauen holen weiter auf. Zudem zieht es auch immer mehr Städter in die Wälder.
Seit genau 80 Jahren gibt es nun den oö. Landesjagdverband, und noch nie gab es so viele Mitglieder. 22.000 Waidmänner sind in OÖ derzeit registriert, rund zwölf Prozent davon sind Waidfrauen – Tendenz steigend. „Wir sehen, dass da gerade ein Wandel geschieht. Wir haben mehr Frauen und immer mehr Jäger, die aus dem urbanen Raum kommen“, sagt Landesjägermeister Herbert Sieghartsleitner.
Gruppe gibt Orientierung
„In unserer lauten Welt sehnen sich viele Menschen nach Tradition, einer Gruppe mit gemeinsamem Interesse, das gibt Orientierung und Halt“, analysiert Jägerin Isabella Boitllehner die Beweggründe. Denn bei der Jagd gehe es nicht um Trophäen und ums Töten, sondern um Natur- und Klimaschutz. Dazu kommt ein respektvoller Umgang mit Lebensmitteln.
Durch die KI ist der Mensch nun erstmals in allen Belangen den Tieren überlegen. Da ist dann nicht mehr viel Unterschied zu einer Tötung im Schlachthof.

Herbert Sieghartsleitner, Landesjägermeister
Bild: Peter C. Mayr
Doch in der Jagd haben sich auch viele Dinge geändert. Das liegt zum einen an den Auswirkungen des Klimawandels, zum anderen am Boom bei der künstlichen Intelligenz. „Erstmals in der Geschichte verlieren die Tiere die Chance auf Flucht. In der Jagd geht es auch um Fairness. Durch die KI ist der Mensch nun in allen Belangen den Tieren überlegen. Da ist dann nicht mehr viel Unterschied zu einer Tötung im Schlachthof“, so der Landesjägermeister. Denn moderne KI-gestützte Optiken „bügeln“ alle Fehler des Menschen aus. Sieghartsleiter fordert hier klare Regeln und Einschränkungen.
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