Das erste Super-Grätzl Wiens ist fertig, die Favoritenstraße wird grüner. Bezirksvorsteher Marcus Franz berichtet über die Aufwertung des Bezirks, wo die Lebensqualität steigt. Gleichzeitig bleibt die langjährige Forderung nach mehr Polizei eine zentrale Herausforderung für den wachsenden Stadtteil.
Nach dem Vorbild Barcelonas wurde in Favoriten Wiens erstes Super-Grätzl fertiggestellt. Der nun weitgehend verkehrsfreie Bereich bietet mit mehr Grün, Wasser- und Spielelementen eine höhere Aufenthaltsqualität. Eine angrenzende Schule nutzt den neuen Freiraum für Unterricht im Freien. Laut Bezirksvorsteher Marcus Franz ist es deutlich leiser geworden. Anfängliche Sorgen von Anrainern, vor allem wegen wegfallender Parkplätze, konnten großteils ausgeräumt werden. Die Zufahrt zur eigenen Garage bleibt für alle gesichert.
Grün-Offensive in der Favoritenstraße
Auch die Fußgängerzone in der Favoritenstraße wird umgestaltet. Trotz der darunterliegenden U1-Trasse konnten technische Lösungen für die Pflanzung von 66 neuen Bäumen gefunden werden. Diese sollen in den heißen Monaten für Abkühlung sorgen. Die Neugestaltung, die in drei Abschnitten erfolgt, wertet die Einkaufsstraße auf und schafft schattige Plätze zum Verweilen. Der letzte Bauabschnitt bis zum Reumannplatz soll im kommenden Jahr beginnen.
Sicherheit: Ruf nach fairer Polizeiverteilung
Ein Dauerthema bleibt die Sicherheit. Bezirksvorsteher Franz fordert seit 13 Jahren mehr Polizei für seinen Bezirk. Mit über 220.000 Einwohnern stehen Favoriten nur 319 Polizisten zur Verfügung – weit unter dem Österreichschnitt von 333 Beamten pro 100.000 Einwohner. Der Bezirk bräuchte demnach fast doppelt so viele Kräfte. Der Polizeialltag sei nur durch Überstunden aufrechtzuerhalten, was dazu führt, dass auf kleinere Delikte oft nicht reagiert werden kann. Eine parlamentarische Bürgerinitiative soll nun eine faire Zuteilung der Ressourcen bewirken.