Knapp 40 Millionen Euro waren für den Bau des Katastrophenzentrums Mentlberg im Westen Innsbrucks geplant, nun soll es um ein Viertel billiger werden: Dies wurde beim finalen Landtagsbeschluss am Mittwoch bekannt.
Das Schloss Mentlberg im Westen Innsbrucks unweit der Justizanstalt soll – wie berichtet – zum Zentrum für Krisen- und Katastrophenmanagement ausgebaut werden. Ein Lagezentrum, das rund um die Uhr Wetter und kritische Infrastruktur überwacht sowie Landeseinsatzleitung, Lawinenwarndienst, Landesgeologie, Funktechnik, Landesfeuerwehrinspektorat und ärztliche Leitung des Rettungsdienstes beherbergt. 60 Arbeitsplätze sollen dort künftig gebündelt werden.
Gerade im Ernstfall zählen rasche Entscheidungswege, funktionierende Kommunikation und eine effiziente Koordination.
VP-Sicherheitssprecher Christoph Appler
Land bei Wohnbauträger beteiligt
Mit der baulichen Umsetzung wird der gemeinnützige Wohnbauträger Tigewosi beauftragt, der in der Folge gegenüber dem Land als Vermieter auftritt. Dies hat den Vorteil, dass die geplanten Errichtungskosten nicht oder nur zum Teil beim Land budgetwirksam werden. „Die ursprünglich vorgesehene Kostenobergrenze von rund 38,9 Millionen Euro konnte auf rund 29,4 Millionen Euro gesenkt werden“, ließ VP-Sicherheitssprecher LA Christoph Appler bei der Landtagssitzung aufhorchen. Die Fertigstellung ist für 2027 geplant.
Historisches Gebäude mit Leben erfüllt
Besonders positiv hebt Appler hervor, dass mit dem Projekt nicht nur die Sicherheitsinfrastruktur Tirols modernisiert, sondern gleichzeitig auch ein bedeutendes historisches Gebäude nachhaltig erhalten werde. „Schloss Mentlberg ist ein wichtiges Denkmal Innsbrucks und seit fast 100 Jahren im Eigentum des Landes Tirol. Statt eines teuren Neubaus wird ein bestehendes Objekt sinnvoll genutzt, saniert und an die modernen Anforderungen des Katastrophenschutzes angepasst. Das ist verantwortungsvoll, nachhaltig und wirtschaftlich sinnvoll“, betont Appler.
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