Royale Unterstützung beim Finale der Europa League. Dass sich sein Lieblingverein Aston Villa am Donnerstag mit einem 3:0 gegen Freiburg den Titel sicherte, ließ auch Prinz William nicht kalt ...
Aston Villas argentinischer Weltmeister-Tormann Emiliano Martinez hat mit gebrochenem Finger das Finale der Europa League bestritten – und den anschließenden Jubel. Nach dem 3:0 gegen den SC Freiburg in Istanbul sagte der 33-Jährige ESPN, dass er sich die Verletzung beim Aufwärmen zugezogen hatte. „Aber ich habe das nicht als etwas Negatives empfunden“, betonte Martinez. Bei Freiburg mit Österreichs Fußball-Teamspieler Philipp Lienhart machte sich indes Selbstkritik breit.
Er habe vorher noch nie einen Finger gebrochen gehabt, sagte Martinez. „Jedes Mal, wenn ich versuchte, den Ball zu fangen, flutschte der Finger einfach in die andere Richtung. Aber das sind eben Dinge, da muss man durch.“ Laut dem argentinischen Sender TycSports soll die Verletzung keinen Einfluss auf die WM-Teilnahme haben. Unter Berufung auf das Umfeld des Tormanns hieß es, dass die Beschwerden nicht schwerwiegend seien. Argentinien ist einer von Österreichs Gegnern in der Gruppenphase.
„Königliche Zustimmung“ für Villa-Triumph
Aston Villa legte den Grundstein zum Sieg Ende der ersten Hälfte durch Tore von Youri Tielemans (41.) und Emiliano Buendia (45.+3), Morgan Rogers (58.) machte in Hälfte zwei alles klar. „Königliche Zustimmung! Ein überglücklicher Prinz William weint Freudentränen, nachdem er sein geliebtes Aston Villa das Europa-League-Finale in Istanbul gewinnen sah, um die 30-jährige Durststrecke ohne Titel zu beenden – den letzten Pokal gewannen sie, als er 13 Jahre alt war“, schrieb die Daily Mail.
Umjubelt wurde auch Trainer Unai Emery, für den es nach den Titeln mit dem FC Sevilla (2014 bis 2016) und Villarreal (2021) Nummer fünf im zweitwichtigsten Europacup-Bewerb war. „Eines Tages wird der Fußball Emery als einen der größten Trainer Europas in Erinnerung behalten. Dieser glorreiche Sport, dieses Wunder, das auf der Straße erfunden wurde und schließlich in einem Labor landete – dem perfekten Ort, an dem Unai die Taktik zur Kunst erhoben hat“, steht in der Zeitung AS.
„Dieses Finale ist die Bestätigung für unseren Fortschritt“, sagte Emery zu TNT. „Europa hat uns viel gegeben.“ Es freue ihn, dass er Villas Marke während seiner Zeit verbessert habe. Er freue sich nun darauf, den Klub als Top-Team der Premier League zu etablieren und auch in der Champions League Erfolge zu feiern. Kapitän John McGinn widmete den Sieg den Fans, die den Verein auch während der dreijährigen Zeit in der zweiten Liga (2016-2019) groß unterstützt hatten. „Ich kann es ehrlich gesagt kaum fassen, was wir als Verein durchgemacht haben. Heute Abend hat sich alles, was wir aufgebaut haben, ausgezahlt. Und der Stolz, den ich beim 3:0 zehn Minuten vor Schluss empfunden habe, als ich dachte, wir sind Europas Champions, ist unbeschreiblich.“

Großes Hadern bei Freiburg
Bei den Profis des SC Freiburg saß die Niederlage im größten Spiel der Vereinsgeschichte tief. Selbstkritisch haderten sie mit den Gegentoren. „Das ist einfach zu billig“, schimpfte Stürmer Igor Matanovic. „So etwas darf uns in der neuen Saison nicht passieren.“ Auch Trainer Julian Schuster sprach über Lehren, die die Mannschaft ziehen müsse. Man dürfe sich von der Qualität des Gegners „nicht erdrücken“ lassen und müsse nach einem Gegentor schnell den Glauben an die eigenen Stärken zurückgewinnen. „Das muss man sich ein Stück weit vorwerfen, dass wir es in diesem Moment nicht geschafft haben“, sagte der 41-Jährige zur Reaktion auf den Doppelschlag des englischen Erstligisten kurz vor der Halbzeitpause.
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