Gegen einen Deutschen (29), der sich am 9. Februar zwischen Wels und Altlengbach (Bezirk St. Pölten) eine 160 Kilometer lange Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert hat, dürfte von der Staatsanwaltschaft Wels im Laufe der Woche Anklage wegen Mordversuchs erhoben werden. Er soll in einem Baustellenbereich direkt auf einen Bauarbeiter zugefahren sein und ihn nur knapp verfehlt haben.
Der Pkw-Lenker war auf der Welser Autobahn (A25) unterwegs gewesen. Im Bereich Terminal Wels wurde die Autobahn wegen Bodenmarkierungsarbeiten durch eine Polizeistreife komplett gesperrt. Der Lenker missachtete jedoch die Straßensperre und fuhr rechts an einem Streifenwagen vorbei. Auf der Baustelle soll er direkt auf einen Bauarbeiter zugefahren sein, dieser habe sich nur durch einen Sprung zur Seite retten können, so die Ermittler.
160 Kilometer lange Verfolgungsjagd
Erst in Altlengbach in Niederösterreich konnte der Mann gestoppt und festgenommen werden. Dazwischen lag eine rund 160 Kilometer lange Verfolgungsjagd über die Westautobahn (A1), im Zuge derer er mehrfach versucht haben soll, Streifenwagen zu rammen und von der Fahrbahn abzudrängen. Die Ermittlungen – u.a. wegen versuchter schwerer Körperverletzung, Sachbeschädigung, Widerstand gegen die Staatsgewalt und Gemeingefährdung – sind abgeschlossen, mit der Anklage ist demnächst zu rechnen. Am schwersten wiegt dabei der Zwischenfall mit dem Bauarbeiter, den die Staatsanwaltschaft als Mordversuch einstuft.
Vorwurf des Mordversuchs hielt nicht
Erst im November des Vorjahrs war ein Autoraser in Wels wegen Mordversuchs vor Gericht gestanden. Er wurde allerdings von diesem Vorwurf freigesprochen. Auch er hatte sich eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert, die mit einem Unfall mit mehreren Verletzten endete. Die Geschworenen sahen damals allerdings „nur“ schwere Körperverletzung, Gefährdung der körperlichen Sicherheit sowie vorsätzliche Gemeingefährdung.
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