In Freistadt (OÖ) plant der Verein Alif den Neubau des Gebetshauses, in das er vor rund zwei Jahrzehnten einzog. Dem Bürgermeister ist das Vorhaben bekannt, Details kennt er aber keine. Deswegen brodelt die Gerüchteküche. Der Chef der Bürgerliste befürchtet den Bau einer großdimensionierten Moschee samt hohen Turm im Siedlungsgebiet.
Seit ihrer umstrittenen Eröffnung vor mehr als zwei Jahrzehnten ist rund um die Moschee im ehemaligen Konsum in Freistadt nie wirklich Ruhe eingekehrt. Immer wieder stand das muslimische Gebetshaus des Vereins Alif (Austria Linz Islamische Föderation) im Mittelpunkt von Vandalenakten. Nun sorgen Pläne über einen Neubau der Moschee für den nächsten Wirbel.
Die Gerüchteküche brodelt ordentlich. Demnach soll die bestehende Moschee wesentlich größer und sogar mit einem minarettähnlichen Turm errichtet werden.
Rainder Widmann, Liste WIFF
„Die Gerüchteküche brodelt ordentlich. Demnach soll die bestehende Moschee wesentlich größer und sogar mit einem minarettähnlichen Turm errichtet werden. Wir haben dazu eine Anfrage im Gemeinderat gestellt, um Klarheit vom Bürgermeister als Baubehörde zu bekommen“, erklärt Stadtrat Rainer Widmann (Liste WIFF).
Fraktionschef legt nach
Hubert Reitbauer, Fraktionschef der Bürgerliste, fordert ein transparentes Verfahren, das die Interessen aller Freistädter berücksichtigt und sich an der OÖ Hausordnung des Landes orientiert: „Darin ist etwa gegenseitige Rücksicht, der Respekt vor unserer Kultur und kein Platz für Hass und Extremismus festgehalten.“
Zusätzliche Brisanz
SP-Bürgermeister Christian Gratzl bestätigt die Pläne für einen Neubau des ehemaligen Konsums: „Dass der Verein in einem Mischbaugebiet ein neues Gebäude errichten möchte, ist durchaus legitim. Ein Minarett kann ich mir aus heutiger Sicht aber nicht vorstellen. So weit sind wir nicht. Da müssten beide Seiten noch viel weiter aufeinander zugehen.“
Für zusätzliche Brisanz sorgt in der Causa die Mitgliedschaft eines SP-Gemeinderats beim Verein Alif.
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