12 Punkte. Der gestrige Abend, an dem die halbe TV-Welt nach Wien blickte, hätte für den Gastgeber, den ORF-Generaldirektor, die Krönung seiner ersten Amtszeit sein sollen. Und ihm als Schirmherr einer glänzenden Veranstaltung zusätzliche, um es in ESC-Diktion zu formulieren, 12 Punkte für die ohnehin als so gut wie sicher geltende Verlängerung als „Küniglberg-König“ bis Ende des Jahres 2031 bescheren sollen. Es kam alles ganz anders. Statt als Hausherr in der Stadthalle sitzt Roland Weißmann vor den Trümmern seiner großen Karriere – als Opfer seiner selbst und offenbar als Opfer übler Intrigen auf dem Küniglberg.
0 Punkte. Anstelle von Weißmann schlüpfte Ingrid Thurnher in die Rolle der ESC-Gastgeberin. Ein zweites Mal wird sich das für sie kaum ausgehen. Könnte es doch bis zum nächsten österreichischen Sieg so lange dauern wie zwischen Udo Jürgens und Conchita Wurst: Da waren es 48 Jahre… Der nächste Generaldirektor hat auch ohne ESC alle Hände voll zu tun. Er wird wohl, wie die „Krone“ berichtete, nicht Thurnher sondern Clemens Pig heißen, bisher Chef der Nachrichtenagentur APA. Das scheinen ÖVP und SPÖ noch vor Ende der Ausschreibungsfrist so ausgepackelt zu haben. Auch wenn der Stiftungsratschef gerade davon spricht, man sei „nicht auf dem Basar“: Das ist übler Kuhhandel.
Wie würde man beim ESC sagen? 0 Punkte für die Politik in Sachen ORF.
Kommen Sie gut durch den Sonntag!
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