„Gutes Treffen“, aber:

US-Waffendeal mit Taiwan könnte für Ärger sorgen

Außenpolitik
16.05.2026 10:48
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der zweitägige Staatsbesuch in Peking wird von US-Präsident Donald Trump in höchsten Tönen gelobt. Es seien „einige fantastische Handelsabkommen geschlossen“ worden, auch gebe es eine Einigung bezüglich des Vorgehens im Iran-Krieg. Geprägt war der Gipfel der Supermächte jedoch von der Warnung Pekings in der Taiwan-Frage. Hier könnte ein geplanter Waffendeal zwischen den USA und der Insel noch für gehörigen Ärger sorgen.

Trump sieht weitere Waffenverkäufe an Taiwan als effektives Druckmittel gegenüber Peking. Er lasse das noch in der Schwebe, „es hängt von China ab“, sagte Trump dem Sender Fox News. „Ehrlich gesagt ist es für uns ein sehr guter Trumpf für Verhandlungen.“ Es gehe um viele Waffen, erklärte Trump zu dem Geschäft in Höhe von 14 Milliarden US-Dollar (umgerechnet rund zwölf Milliarden Euro).

Die taiwanische Küstenwache hat jegliche Bewegungen der chinesischen Streitkräfte im Auge.
Die taiwanische Küstenwache hat jegliche Bewegungen der chinesischen Streitkräfte im Auge.(Bild: AP/AP ( via APA) Austria Presse Agentur)

Trump will „in nächster Zeit“ entscheiden
Zuvor hatte der 79-Jährige während seines Rückflugs aus Peking in die USA bereits gesagt, dass er „in nächster Zeit eine Entscheidung treffen“ werde. Er müsse allerdings zunächst mit Taiwan darüber sprechen. Der US-Kongress hatte das jüngste Waffengeschäft mit Taiwan bereits im Jänner 2025 vorab genehmigt.

Taiwan unterstrich nach diesen zögerlichen Äußerungen Trumps die Bedeutung amerikanischer Rüstungslieferungen für die Sicherheit in der Region: „Waffenverkäufe der USA an Taiwan waren schon immer ein Eckpfeiler des Friedens und der Stabilität in der Region und sind im US-Recht verankert“, sagte der stellvertretende taiwanische Außenminister Chen Ming-chi am Samstag in Taipeh.

Chinas Staatschefs Xi Jinping warnt, dass eine „schlechte Handhabung“ der Taiwan-Frage die ...
Chinas Staatschefs Xi Jinping warnt, dass eine „schlechte Handhabung“ der Taiwan-Frage die Beziehungen zwischen China und den USA in eine „äußerst gefährliche Lage bringen“ könnte. US-Präsident Donald Trump will demnächst über einen Waffendeal mit der Insel entscheiden.(Bild: AFP/MARK SCHIEFELBEIN)

Chinas Präsident im Herbst in Washington erwartet
China lehnt die Waffenverkäufe der USA ab, weil es Taiwan für sich beansprucht, obwohl die Inselrepublik eine unabhängige und demokratische Regierung hat. Taiwan gehörte nie zur 1949 gegründeten kommunistischen Volksrepublik. Trotzdem will sich China Taiwan einverleiben. Peking drohte bereits mit dem Einsatz des Militärs, sollte dies nicht auf friedlichem Wege funktionieren. Die USA unterstützen seit Langem Taiwans Bemühungen, seine Streitkräfte zu modernisieren und die Verteidigungsfähigkeit zu stärken.

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hatte bei seinen Gesprächen mit Trump in Peking vor möglichen Konflikten mit den USA gewarnt, sollte die Taiwan-Frage schlecht gehandhabt werden. Dies könnte die Beziehungen zwischen China und den USA in eine „äußerst gefährliche Lage bringen“, sagte er am Donnerstag. Xi hat übrigens bereits zugesagt, im Herbst nach Washington zu reisen, um Trump einen Gegenbesuch abzustatten.

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