Die „Retzer Eisenbahnrunde“ traf wieder tschechische Nachbarn und kritisiert den schleppenden Ausbau von Wien in den Norden von Niederösterreich: „Die Nordwest-Strecke ist im offiziellen Plan bis 2030 nur auf Planungsstufe gereiht!“
Eingefleischte Eisenbahn-Fans, Bahnlogistiker und aktive Bedienstete: In Retz kam erneut eine bilaterale Runde zusammen (die „Krone“ berichtete) und tauschte neueste Informationen über den Streckenausbau dies- und jenseits der Grenze aus. Aber was passiert auf österreichischer Seite? – Großspurig sei vor einiger Zeit ausposaunt worden, dass mit dem „zweigleisigen Ausbau der Nordwestbahn begonnen werde“, heißt es.
Der Plan des Infrastrukturministeriums sieht Richtung Norden traurig aus
Schaut man jedoch genauer hin und sieht sich die Strecke im offiziellen Ausbauplan 2025-2030 an, ist dort lediglich von Planungsarbeiten die Rede: „Angegeben ist eine für uns fragwürdige Summe von 26 Millionen Euro – was will man denn damit Großes planen“, hinterfragt die Gruppe die stattliche Summe: „Übersetzt bedeutet das ja nur, dass in den nächsten vier Jahren baulich jedenfalls einmal gar nichts passiert! Und danach?“
Tschechien plant schon Hochleistungsstrecke bis Znaim
Auch im Wortsinn „auf der anderen Seite“, also auf der Strecke Richtung Wiener Neustadt, kündigt die ÖBB an, bald neue REX-Züge einzusetzen. „Im Gegensatz dazu stirbt bei uns das Hinterland aus. Während in Korneuburg, Stockerau und auch Hollabrunn von 2021 bis 2025 laut Statistik Austria ein Zuwachs von jeweils über 350 Wohnsitzern verzeichnet wird, liegt der Wert in Retz bei minus 91“, fragt man, warum die Bahninvestitionen derart „einseitig“ sind. Außerdem wäre entlang der Strecke eine enorme Nachfrage für Güterverkehr. Anders ist die Lage in Tschechien: Bis Znaim soll auf 180 km/h ausgebaut werden, ein Nachtzug ist in beiden Ländern bereits befürwortet, wurde aber nie umgesetzt.“
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