Im Zuge der Asbest-Messungen ist in Großpetersdorf (Bezirk Oberwart, Burgenland) auf einer Schotterstraße ein erhöhter Messwert festgestellt worden. Die Fläche soll nun „so rasch wie möglich dauerhaft überdeckt“ werden, teilte das Land mit.
Um die Staubentwicklung bis dahin zu minimieren, soll die Fläche bei trockenem Wetter bewässert werden, erklärte das Landesmedienservice Burgenland auf Anfrage. Die Taskforce des Landes habe nach der Probemessung sofort Kontakt mit der Gemeinde Großpetersdorf aufgenommen und Handlungsempfehlungen zur Staubminimierung ausgesprochen. Die Kommune sei auch umgehend in Kontakt mit den Anrainern getreten, wurde betont.
Nach Abschluss der Arbeiten sollen erneut Messungen durchgeführt werden. Unter trockenen und wärmeren Witterungsbedingungen habe die Taskforce höhere Werte als jene im Winter erwartet, hieß es. In Großpetersdorf befindet sich aktuell die einzige Schotterstraße, die aufgrund der hohen Messwerte asphaltiert wird. Auf Landesstraßen sei bereits nach Bekanntwerden der Problematik Material entfernt worden, teilte man mit.
Burgenland fordert einheitliche Standards
Die Einordnung der Messergebnisse sei komplex, da es derzeit keine österreichweit einheitlich festgelegten Richt- oder Grenzwerte hierzu gebe. Das Burgenland forderte deshalb mehrfach vom Bund, entsprechende Standards zu definieren. Die in Großpetersdorf gemessenen Werte lagen über dem von der Taskforce selbst definierten Orientierungswert, der aus dem Bereich des Arbeitnehmerschutzes als vorsorgliche Referenzgröße abgeleitet wurde.
Seitens des Landes wurde einmal mehr empfohlen, belastetes Material - wenn möglich - zu entfernen und dabei die Staubentwicklung mit Wasser zu minimieren. Falls das nicht geht, sollte es es zu einer Asphaltierung oder Überdeckung mit Humus kommen.
Greenpeace forderte Sofortmaßnahmen
Die Umweltorganisation Greenpeace hatte kürzlich wieder vor asbestbelasteten Schotterflächen im Burgenland gewarnt und das Land zu Sofortmaßnahmen aufgefordert. Während in Ungarn und Niederösterreich sofort gehandelt werde, bleibe die Taskforce des Burgenlandes untätig, lautete die Kritik.
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