Theater an der Wien

Misslungene Ehrenrettung für Giuseppe Verdi

Kritik
14.05.2026 16:59

Das Theater an der Wien scheitert in seiner letzten Saison-Premiere daran, Giuseppe Verdis sperrigem „Stiffelio“ überzeugendes Bühnenleben einzuhauchen.  

kmm

„Stiffelio“ ist kein Verdi-Knüller. An der Staatsoper versuchte Direktor Ioan Holender 1996 eine Ehrenrettung, die auch mit dem Traumteam José Carreras, Mara Zampieri und Renato Bruson nicht gelang. Im Theater an der Wien enttäuschte nun „Stiffelio“ unter dem – ausgebuhten – Jérémie Rhorer am Pult der ORF-Radio-Symphonieorchesters: Die Fadesse des 1. Akts deckt er mit dröhnender Lautstärke zu, Verdis Charakterisierungen und lyrische Momente gehen in derb grobschlächtiger Führung unter.

Vasily Barkhatov versucht, uns in einem Video zur Ouvertüre weiszumachen, dass der protestantische Prediger Stiffelio früher als Jazz-Trompeter Frauen von Gangsterbossen vernaschte und deshalb zur Extremsekte der Amish flüchtete. Doch das poppt die Oper nicht auf.

Irritierend: Christian Schmidts ständig rotierende, spartanische Drehbühne und Stefanie Seitz’ hässliche Kostüme. Bieder ist die Besetzung – mit Ausnahme von Tenor Luciano Ganci als mächtiger Stiffelio, Franco Vassallo als bejubelter Stankar und Luigi Morassi als Raffaele, der Verführer von Stiffelios Frau.

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