Bunte Pillen
Schlag gegen Ecstasy-Handel
Die Zahl der in den vergangenen fünf Jahren hergestellten Pillen liege im Milliarden-Bereich, teilten die internationalen Ermittler und Europol am Donnerstag im niederländischen Helmond mit. Der Umsatz der Täter wird entsprechend auf mehrere Milliarden Euro geschätzt, der Endverkaufspreis auf insgesamt rund 30 Milliarden Euro. Die Polizei vermutet, dass die Pillen in zahlreichen Ländern, unter anderem in Deutschland abgesetzt wurden.
Der Kopf der Bande ist noch auf freiem Fuß. Bislang seien nur Beteiligte festgenommen worden, die für die Beschaffung der Chemikalien bei deutschen Unternehmen, den Transport und das Mischen in den Laboren zuständig gewesen seien, erklärte die Polizei. Die Pillendreher und die Verkäufer seien noch nicht bekannt, erklärte die Duisburger Polizei, die die Ermittlungen in Gang gesetzt hatte. "Typisch für die organisierte Kriminalität ist, dass der eine nichts vom anderen weiß", sagte ein Ermittler.
In Deutschland nahm die internationale Suche nach der Rauschgiftbande am Niederrhein ihren Ausgang. Dort hatte die Polizei im vergangenen Herbst tonnenweise Chemieabfälle aus der Drogenproduktion auf einem abgestellten Sattelschlepper entdeckt. Ähnliche Funde machten auch niederländische Drogenfahnder. Die Chemikalien führten die Polizei dann zu den Transporteuren, die in Vernehmungen weitere Hinweise gaben.
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