600 Kilometer in 96 Stunden laufen – das war das Ziel des Berliners Arda Saatçi. Tagelang lief er durch die amerikanische Wüste. Die Zeit konnte er am Ende nicht einhalten, dennoch löste der Extremsportler im Ziel ein Versprechen ein.
Fünf Tage hat sein Wahnsinns-Lauf durch die Wüste schlussendlich gedauert – und damit 27 Stunden länger, als er sich vorgenommen hatte. Als er die Zeit verfehlte, brach Saatçi in Tränen aus.
Nach über 600 Kilometern im Ziel
„Ich laufe über 600 Kilometer. Das sind mehr als 14 Marathons, in unter 96 Stunden“, verkündete der Läufer vor einigen Wochen auf Instagram. Der Lauf wurde ununterbrochen von einem Kamerateam live übertragen und von mehr als zwei Millionen Menschen begleitet. Am späten Sonntagabend erreichte der Extremsportler schließlich sein Ziel.
Läufer löste Versprechen ein
Als am Samstag die 96 Stunden abgelaufen waren, hatte Saatçi immer noch über 100 Kilometer vor sich. Unter Tränen sagte er in diesem Moment: „Ich hoffe, ich habe euch nicht enttäuscht.“ Er würde jedoch weiterlaufen bis zum Ziel, denn dort warte schließlich seine Mutter auf ihn. Als der 28-Jährige am Santa Monica Pier die Ziellinie überquerte, fiel er ihr weinend in die Arme. Dann aßen die beiden ein Eis gemeinsam. Dieses Versprechen hatte er ihr gegeben. „Zum Muttertag“, wie er in seinem Livestream zuvor erwähnt hatte.
Riesen-Team unterstützte den Läufer
Bei dem Lauf des jungen Berliners – der sich selbst „Cyborg“ nennt – wirkte ein großes Team mit. Läufer wechselten sich im Schichtdienst ab und filmten Saatçi beim Laufen. Ein Physiotherapeut kümmerte sich um dessen geschundenen Körper. Freunde und Bekannte leisteten emotionalen Beistand.
„300 Kilometer fühlten sich an wie 3000“
Auf seinem Lauf überwand Arda neben der langen Distanz rund 6000 Höhenmeter. Auch die Hitze machte ihm zu schaffen: In der amerikanischen Wüste kämpfte er mit Temperaturen von bis zu 40 Grad, der Asphalt wurde dabei bis zu 60 Grad heiß. Zur größten Herausforderung wurde der Schlafentzug. Nach über 300 Kilometern zwangen ihn Halluzinationen am dritten Tag zu einer längeren Pause. Nach einem medizinischen Check schlief er für eineinhalb Stunden. Die 300 Kilometermarke markierte die kritischste Stelle der Challenge: Gegenwind und lose Untergründe erschwerten jeden Schritt. „Die 300 Kilometer haben sich angefühlt wie 3000“, sagte Saatçi zur Halbzeit der Strecke.
„Cyborg“ schon zuvor durch Wahnsinns-Läufe aufgefallen
Bekannt wurde Arda 2024 mit seinem Lauf von Berlin nach New York. Dabei erlitt er einen Ermüdungsbruch im Bein, doch nicht einmal der konnte ihn stoppen. Nach 74 Tagen erreichte er schließlich den Big Apple. 2025 lief der Extremsportler außerdem einmal komplett durch Japan – 3000 Kilometer in nur 43 Tagen. Dabei legte er täglich fast zwei Marathons zurück.
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