Der Kampf gegen den Abstieg aus der Bundesliga wird erst in der letzten Runde der Qualifikationsgruppe entschieden. Blau-Weiß Linz erreichte am Samstag bei der WSG Tirol ein 1:1 und kann in einer Woche mit einem Heimsieg über den GAK den Klassenerhalt fixieren.
Die Grazer liegen nach einem 2:2 gegen Altach drei Zähler vor den Oberösterreichern, die bei Punktegleichheit vorgereiht werden.
Die WSG Tirol hat den zweiten „Matchball“ im Kampf um den Klassenerhalt indes verwertet. Die Truppe von Trainer Philipp Semlic darf damit 2026/27 zum achten Mal in Folge eine Saison im Oberhaus in Angriff nehmen.
Den wichtigen Punkt bei der WSG sicherte Blau-Weiß Linz Simon Seidl (71.) mit dem Ausgleich. Die Tiroler waren durch Nikolai Baden Frederiksen (16.), der sehenswert zum neunten Mal in dieser Saison traf, in Führung gegangen.
Jeweils zwei personelle Veränderungen
Bei beiden Teams gab es im Vergleich zu den jüngsten Niederlagen zwei personelle Veränderungen in der Startelf. Bei den Tirolern bekam David Kubatta in der Dreierkette gegenüber David Gugganig den Vorzug, vorne kehrte Stürmer Ademola Ola-Adebomi anstelle des am Knöchel angeschlagenen Lukas Hinterseer zurück. Bei den Linzern verteidigte Martin Moormann für den gesperrten Kapitän Fabio Varesi-Strauss. Im Mittelfeld bekam Isak Dahlqvist von Köllner das Vertrauen, Dominik Reiter fehlte als einer von mehreren Akteuren aufgrund eines zuletzt in der Mannschaft wütenden Magen-Darm-Virus.
Die Tiroler durften sich dank eines Geniestreichs von Baden Frederiksen über einen Traumstart freuen. Der 25-jährige Däne zog aus rund 25 Metern ab und ließ BWL-Tormann Nico Mantl mit einem Linksschuss ins Kreuzeck keine Chance. Das spielte den Gastgebern in die Karten, sie waren nicht mehr gezwungen, offensiv Akzente zu setzen, und legten den Fokus darauf, hinten dicht zu machen. Zwischen der 20. und 35. Minute kam die WSG-Abwehr aber ordentlich in die Bredouille. In einer Drangphase setzte Nico Maier einen Volleyschuss drüber (27.), ein Kopfball von Shon Weissman ging knapp daneben (34.).
Kurz nach Wiederbeginn bewahrte Mantl sein Team mit einer starken Parade bei einem Schuss von Kapitän Valentino Müller (50.) vor dem 0:2. Zudem ging ein Abschluss von Moritz Wels daneben (68.). Das Spiel machten aber klar die Linzer, die mutig nach vorne spielten und dafür belohnt wurden. Seidl tankte sich in den Sechzehner, konnte auf seinem Weg von vier Tirolern nicht gestoppt werden und schoss wuchtig ins Kreuzeck ein. Danach drückten die Linzer auf den Siegtreffer, Topchance gab es aber keine mehr. Die zu Hause vier Partien unbesiegten Tiroler und Linzer mussten in der Folge aufgrund der Verzögerung im Parallelspiel mehr als eine Viertelstunde warten, um Gewissheit zu haben. Die WSG-Kicker fielen sich danach erleichtert in die Arme.
WSG Tirol – FC Blau-Weiß Linz 1:1 (1:0)
Innsbruck, Tivoli Stadion Tirol, SR Gishamer.
Tore: 1:0 (16.) Baden Frederiksen, 1:1 (71.) S. Seidl
WSG: Stejskal – Boras, Lawrence, Kubatta - Naschberger, Taferner, Müller, L. Sulzbacher – Wels (87. Sabitzer), Ola-Adebomi (84. Anselm), Baden Frederiksen (60. Hinterseer)
BW Linz: Mantl – Pasic, Maranda, Moormann (90. Bumberger) – S. Seidl, Briedl – Dahlqvist, Maier, Pirkl – Ronivaldo (90. Mensah), Weissman (81. Cvetko)
Gelbe Karten: Taferner, Kubatta, Boras bzw. S. Seidl
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