„Hinter jedem glücklichen Kind steht eine großartige Mutter“, heißt es in einem Spruch zum morgigen Muttertag. Stellvertretend für alle großartigen Mamas in Oberösterreich, hat die „Krone“ drei von ihnen vor den Vorhang geholt.
Sie sind nicht nur alle freiwillig engagiert, sondern teilen ihre Leidenschaft auch mit ihren Kindern. Wie das in der Praxis klappt, haben sie zusammen geschildert.
Zweifach-Mutter Claudia Ammerstorfer (49) brachte nicht ihre Kinder zum Roten Kreuz, sondern umgekehrt: „Der Enthusiasmus meines Sohnes Armin beim Zivildienst war einfach ansteckend“, sagt die 49-Jährige. Nachdem der nunmehr 21-Jährige nach Dienstende dem Roten Kreuz in Eferding treu geblieben war und auch Tochter Helena (19) dort ein Berufsfindungspraktikum absolviert, sind Mutter und Kinder oft gemeinsam auf der Dienststelle anzutreffen. Was Claudia sehr schätzt: „Wie oft hat man schon Gelegenheit, zwölf Stunden mit dem eigenen, erwachsenen Kind zu verbringen.“
„Ich war sehr stolz“
Teilweise sogar am selben Auto, wobei Claudia ein Einsatz mit Armin besonders in Erinnerung geblieben ist: „Ich hatte meinen Schnupperdienst und war mit meinem Sohn und seinem Spezi zu einem Notfall unterwegs. Im Auto habe ich mir noch gedacht, ich muss die Jungs jetzt herausreißen, aber als wir angekommen sind, haben sie alles souverän erledigt. Ich war sehr stolz und habe erkannt, dass in dieser Situation nicht ich das Sagen hatte, sondern Armin zeigen konnte, was er kann“, erzählt Claudia. An der Helena besonders schätzt, „dass sie immer für uns da ist und sofort merkt, wenn es uns schlecht geht.“
Was sagt die 19-Jährige dazu, dass sich ihre Mutter mit damals 47 Jahren noch dazu entschlossen hatte, die Ausbildung zur Rettungssanitäterin zu absolvieren? „Ich finde das cool, man ist nie zu alt und sie bringt Lebenserfahrung mit“, so Helena. Der Muttertag ist der Zweifach-Mama nicht wichtig. Während ihre Tochter Dienst hat, wird sie zuhause entspannen. Gibt es etwas, dass Helena ihrer Mutter zum Ehrentag wünscht? „Dass sie einen schönen Tag hat“, sagt die 19-Jährige und ergänzt: „Und dass sie uns noch lange am Hals hat.“
Wenn am Muttertag ein Notruf hereinkommt, fahre ich zum Einsatz. So wie an Geburtstagen und Weihnachten auch“, sagt Sabine Bamberger (45). Seit 2015 ist die Zweifach-Mama bei der Feuerwehr, seit 2023 steht sie der FF Laufenbach in Taufkirchen an der Pram als Kommandantin vor. Ihre Söhne Lucas (15) und Constantin (11) sind beide bei der Feuerwehrjugend. „Der Große hat gerade das Jugendleistungsabzeichen in Gold gemacht“, erzählt die Mama stolz.
Nur Papa ist nicht bei der Feuerwehr
Gemeinsam bei der Feuerwehr aktiv zu sein, sei ein Vorteil, denn so kann die Familie zusammen zu Ausrückungen oder Bewerben fahren. Hat man’s da eigentlich leichter, wenn die Mama Kommandantin ist? „Das hat überhaupt keinen Einfluss, die Bewerter kommen nur drauf, wenn sie meinen Namen lesen“, versichert der 15-Jährige. Auf die Frage, ob die Mama daheim auch die Chefin sei, meint er ganz trocken „ja“ und die Sabine schießt schmunzelnd hinterher: „Das darf der Papa aber nicht wissen“. Denn der ist als einziges Familienmitglied kein Floriani, sondern als Jäger aktiv.

Im kommenden Jahr wird der Ältere unter dem Kommando seiner Mutter in den Aktivstand übertreten. „Dann habe ich auch vor, Jugendbetreuer zu werden“, so Lucas. Apropos: Die Feuerwehr Laufenbach freut sich über neue Mitglieder, die sich gerne bei den Jugendbeauftragten melden sollen. Den Muttertag begeht die Innviertler Familie übrigens ganz traditionell: „Wir bringen der Mama Geschenke ans Bett, dann wird gemeinsam gefrühstückt“, erzählt der Teenager. Außer ein Notruf geht ein und ruft die Kommandantin zu einem Einsatz.
Seit drei Jahren gibt Cornelia Andraschko (41) beim Musikverein St. Georgen/Walde als Kapellmeisterin den Takt vor. Schon viel länger tut sie das privat, als Mutter von vier Kindern. Die drei Großen Julian (22), Leon (18) und Manuel (16) teilen die Leidenschaft für die Blasmusik, sind gemeinsam mit den Eltern im Verein aktiv, während Nesthäkchen Carolina (8) noch zu jung für den Musikverein ist. Doch wie ist es, wenn die eigene Mama gleichzeitig auch die Kapellmeisterin ist? „Super, weil man rückt immer mit der ganzen Familie aus“, sagt Julian und Mama Cornelia ergänzt: „Wenn wir zu einer Ausrückung fahren, ist das Auto voll.“
Spielerisch ans Musizieren herangeführt
Beim Musikgeschmack sind sich die Kapellmeisterin und ihr ältester Sohn einig. Denn sowohl die 41-Jährige als auch Julian hören privat jede Art von Musik und bevorzugen im Verein die sinfonische Blasmusik. Besonders bewundert der 22-Jährige an seiner Mutter, wie viel Zeit sie in ihr Hobby steckt – zum Beispiel für die Vorbereitung – und ihren Mut: „Es gehört schon etwas dazu, ganz alleine vorne zu stehen.“
Ihre Kinder hat die 41-Jährige spielerisch ans Musizieren herangeführt, denn „das geht nur über Freiwilligkeit, Zwang bringt nichts.“ Welche drei Eigenschaften zeichnen Mama Cornelia aus? „Sie ist zielstrebig, engagiert und der Humor passt auch“, so Julian. Da noch alle Kinder zu Hause wohnen, begeht die Familie den Muttertag gemeinsam. Geschenke sind der Vierfach-Mutter dabei nicht wichtig. „Zusammen sein, gemeinsam plaudern zählt viel mehr“, so die 41-Jährige. Sohn Julian ergänzt: „Verwöhnen tun wir sie eh ein ganzes Jahr.“
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