Eine Grazer Studie zeigt: Investitionen in die Klimawandelanpassung helfen langfristig beim Sparen. Mutige Politik müsse heute Geld in die Hand nehmen, um Steuereinnahmen von morgen zu sichern und Kosten als Folge von Katastrophen zu mindern, meint Umweltökonomin Eva Preinfalk.
Wenn es um die Klimakrise geht, dann gilt: „Investieren hilft beim Sparen“. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Wegener Centers der Uni Graz, an der die Umweltökonomin Eva Preinfalk beteiligt war. „Anpassungsmaßnahmen in Land- und Forstwirtschaft kosten zwar im ersten Moment Geld, helfen aber langfristig, Schäden wie Ernteausfälle zu minimieren und Kosten für den Wiederaufbau zu reduzieren“, erklärt sie.
Durch resiliente Acker und Wälder spart sich der Staat Ausgaben für den Katastrophenfonds und sichert sich Steuereinnahmen durch produktive Landwirte. Preinfalks Berechnungen ergeben: Mit Schutzmaßnahmen sind Steuereinnahmen pro Jahr um 1,7 Milliarden Euro höher als in einem Szenario ohne zusätzliche Investitionen.
Wenn wir unsere Wälder abbrennen lassen, verlieren wir wichtige CO₂-Senken. Es braucht eine Kombination aus Klimaschutz und Klimawandelanpassung.

Eva Preinfalk
Wegener Center Uni Graz
Bild: Privat
Ein aktuelles Beispiel: Waldbrände, die zuletzt aufgrund der Dürre beinahe täglich aufflammten, verursachen nicht nur Löschkosten, sie haben auch Konsequenzen für Holz- und Papierindustrie. Ganz zu schweigen von den ökologischen Folgen: „Wenn wir unsere Wälder abbrennen lassen, verlieren wir wichtige CO₂-Senken.“ Mischwälder und gesunde Böden würden solche Katastrophen deutlich besser verkraften. Preinfalk pocht daher auf mutige, politisch unbequeme Maßnahmen.
An der Studie, die über ganze fünf Jahre lief, haben Wissenschafter aus Österreich, Spanien und den Niederlanden mitgewirkt. In allen drei Ländern kommt man zu vergleichbaren Ergebnissen.
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