Menschen von nebenan

Was macht man als Schäferin auf der Donauinsel?

Wien
04.05.2026 11:00

Der Traum so mancher Badefans: Verena Kirchmayr ist ab Mai täglich auf der Wiener Donauinsel. Sie betreut nämlich die beliebten Schafe, die im Norden im Sommer die Wiesen „mähen“. 

Seit Anfang Mai grasen 47 Schafe wieder im Norden der Donauinsel und können von Besuchern wie Schulklassen bestaunt werden. Dass die Tiere dort so unbeschwert leben können, liegt nicht nur am guten Futter auf der Wiener Freizeitoase, sondern auch an Verena Kirchmayr. Sie ist nämlich jene Schäferin, die tagtäglich nach ihnen schaut.

„Krone“: Frau Kirchmayr, Sie sind in den Sommermonaten öfter auf der Donauinsel als jeder Wiener Badegast. Allerdings für die Arbeit. Was machen Sie da so?
Verena Kirchmayr: Ich bin jeden Tag mindestens eine Stunde dort, um nach den aktuell 47 Inselschafen zu sehen. Ich achte vor allem darauf, wie es den Tieren gesundheitlich geht, ob sie etwa humpeln oder nicht fressen.

Ich schaue mir auch an, ob der Zaun beschädigt ist. Sonst könnten sich die Tier ja einmal auf den Stephansplatz verirren. Zweimal pro Woche bin ich dann auch länger dort, um die Schafe umzusiedeln. Ich baue die eine Weide ab und die andere auf.

Aufgrund Ihrer Wegzeit also ein Fulltime-Job.
Ja, auf jeden Fall. Ich komme ja aus St. Peter an der Au im Mostviertel, wo die Inselschafe übrigens auch im Winter wohnen. Ich pendle jeden Tag mit dem Zug jeweils zweieinhalb Stunden hin und wieder zurück. Da mache ich dann meistens die Buchhaltung. Wenn wir die Schafe auf die Insel bringen, fahren wir natürlich mit dem Auto samt Anhänger. Da freuen sich die Tiere dann immer.

Sie wurden also von der Stadt angestellt?
Da gibt es jährlich eine Ausschreibung. Ich bin also Auftragnehmerin. Die Schafe tragen ja vor Ort zur Biodiversität und zur Bildung bei. Wenn Besucher kommen, dann erzähle ich ihnen gerne von den Tieren. Uns besuchen auch viele Schulen. Schafe sind in Wien, würde ich mal meinen, nicht unbedingt üblich.

Was braucht es, um eine Donauinsel-Schäferin zu werden?
Also in erster Linie das Interesse an den Tieren. Aber man muss sich auch irgendwo das Wissen aneignen. Ich habe zum Beispiel Agrarwissenschaften studiert, und in der Praxis lernt man dann dazu. Meine Großeltern hatten schon eine Landwirtschaft. Insofern habe ich als Kind schon erste Berührungspunkte damit gehabt. Ich sage immer: Nicht gleich das größte Tier zulegen. Schafe sind zum Beispiel ein guter Anfang. (lacht)

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung