Schöne Worte zum Tag der Arbeit! Am 1. Mai marschiert nicht nur die SPÖ in Wien auf, sondern auch im Heiligen Land Tirol lässt man die Arbeitnehmer hochleben. Es gab aber auch Mahnungen Richtung Wien und Debatten über das neue SPÖ-Video.
Der Tag der Arbeit, der 1. Mai, war früher der Feiertag für die Sozialdemokratie. Das war zu einer Zeit, als es für jeden Arbeitnehmer nur eine Partei gab: die SPÖ – zumindest im Osten der Republik. Im Westen taten sich die Roten bekanntlich immer ein wenig schwerer. In Tirol liegen die Roten laut aktuellen Umfragen Kopf an Kopf mit den Grünen bei zehn Prozent. Auf Bundesebene sieht es zwar ein bisschen, aber nicht viel, besser aus Fazit: Die klassische Arbeiterpartei gibt es längst nicht mehr.
Und daher nutzen den Tag der Arbeit seit Jahren auch die anderen Parteien, um das Hohelied auf die Arbeitnehmerschaft an. Die Tiroler Volkspartei – allen voran Parteiobmann LH Anton Mattle, Arbeits-LR Astrid Mair, AK-Präsident Erwin Zangerl und AAB-Obmann Jakob Wolf – traf sich bereits am Vorabend im Reschenhof in Mils. Man bedankte sich bei den Arbeitnehmern, lobte deren Fleiß und Engagement und versprach, die Bedingungen für sie zu verbessern. „Bei all den Herausforderungen ist und bleibt Tirol ein Land, indem man gerne lebt und arbeitet“, betonte Mattle. Gleichzeitig rührte er auch die Werbetrommel für die Lehre: „Sie schafft eine solide Basis, um mit beiden Beinen im Leben zu stehen!“
Leistung muss sich lohen
AK-Boss Zangerl pochte einmal mehr darauf, dass sich Leistung wieder lohnen müsse. „Nur Leistung einfordern, ohne die Leistungsbereitschaft der vier Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gebührend zu würdigen, ist eine Einbahnstraße“, erhob er den Zeigefinger mahnenden Richtung Bund. AAB-Obmann Jakob Wolf forderte die Einführung einer Aktivpension: „Sie schafft Anreize für all jene, die auch über das Pensionsalter hinaus arbeiten wollen, und damit den Arbeitsmarkt stärken.“
Die Roten erinnerten bei ihren Kundgebungen im ganzen Land an den Gründungsauftrag der SPÖ. „Die SPÖ ist die Partei der Arbeit und der 1. Mai für uns Tradition und Auftrag zugleich. Denn wer hart arbeitet, muss auch etwas davon haben – und genau dafür kämpfen wir“, betont der Tiroler SPÖ-Vorsitzende LHStv. Philip Wohlgemuth. Gerade in einer Zeit wachsender Unsicherheiten sei dieser Auftrag aktueller denn je: „Der 1. Mai steht für alles, was sich arbeitende Menschen hart erkämpft haben. Und er erinnert uns daran, wofür die Sozialdemokratie steht: für Stabilität, für Zusammenhalt und für ein gutes Leben für alle, die hier leben.“
Applaus für das neue Video der Tiroler SPÖ
Dieser Anspruch spiegle sich auch im politischen Zugang der SPÖ Tirol wider: „Politik ist kein Wettbewerb um Applaus. Politik zu machen ist ein Auftrag – ein Auftrag, Verantwortung zu übernehmen und das Leben der Menschen Schritt für Schritt besser zu machen“, so Wohlgemuth. Mit der neuen Kampagne der SPÖ Tirol „Stabil an deiner Seite“ werde dieser Zugang auch klar sichtbar gemacht: „Stabil heißt: Wir machen unsere Arbeit auch dann, wenn niemand hinschaut. An deiner Seite heißt: nicht über den Menschen zu stehen, sondern neben ihnen – dort, wo die Herausforderungen des Alltags spürbar werden.“ Für positive Debatten sorgte übrigens auch sein neues Video, das er tags zuvor erstmals präsentierte.
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