Nervöser Babler. Sie haben es geschafft – die Roten haben den 1. Mai, ihren Feiertag, passabel hinter sich gebracht. Vereinzelte Pfiffe waren beim großen Maiaufmarsch auf dem Wiener Rathausplatz beim Auftritt von Andreas Babler zwar zu hören, aber Erinnerungen an den 1. Mai zehn Jahre zuvor, als Parteilinke von der Facon Bablers den damaligen SPÖ-Chef und Bundeskanzler Werner Faymann ohrenbetäubend auspfiffen und mit lautem Gejohle schmähten, wurde da gestern nicht wirklich wach. Und so legte sich auch die anfänglich spürbare Nervosität des aktuellen Parteivorsitzenden im Laufe seines Auftritts…
Erstaunlicher Applaus. Die Nervosität Bablers war auch für Maiaufmarsch-Beobachterin Conny Bischofberger nicht zu übersehen. Der „Krone“-Kolumnistin fiel auch auf, dass der Bundesparteivorsitzende und Vizekanzler seine Rede „erst zögerlich, mit verhaltenem Applaus“, gestartet hatte, „dann immer furioser“ wurde, bis er sich schließlich „so richtig in Hochform brüllt“. Dann teilte er aus – gegen die Konzerne, gegen die Immobiliengewinner. Bischofberger schreibt: „Das Publikum folgt ihm, dem Kämpfer und Träumer, mit immer stärker werdendem Jubel – was erstaunlich ist für einen, unter dessen Führung die SPÖ auf ein Rekordtief gesunken ist.“ Ja, das ist wahrlich erstaunlich.
Kommen Sie gut durch den Samstag!
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