Literatur

Eine Straße mit Stimmen gepflastert

Literatur
01.05.2026 10:34

Die Handlung mag dem Bestseller-Autor Robert Seethaler im neuen Roman „Die Straße“ nicht so wichtig zu sein, die Menschen aber umso mehr.

kmm

Seit seinem großen Durchbruch mit „Der Trafikant“ und „Ein ganzes Leben“ vor mehr als zehn Jahren gelingt es dem österreichisch-deutschen Schriftsteller mit seiner stillen, unaufgeregten, klaren Sprache, die Leser zu berühren. Die „FAZ“ bezeichnete ihn einmal als den „Gott des Gefühls kleiner Leute“.

Auch in „Die Straße“ geht es wieder rein um Menschen, mit all ihrer Liebe und Wut, ihren Schicksalen, Träumen, Hoffnungen und Enttäuschungen. Vorstellen tut er die Bewohner seiner Straße nicht, erst langsam schälen sie sich aus dem Stimmengewirr heraus: Der „Neue“ z. B., der ein Antiquariat eröffnet, die unglücklich verliebte Blumenhändlerin, der Arzt aus dem Nahen Osten, die Pflegeheimleiterin oder das Ehepaar, das den Immobilienhaien trotzt. Dazwischen zieht sich das alltägliche Grundrauschen durch diese Straße, die irgendwo sein könnte.

„Die Straße“ von Robert Seethaler ist im Claassen Verlag erschienen (240 Seiten).(Bild: Claassen ...
„Die Straße“ von Robert Seethaler ist im Claassen Verlag erschienen (240 Seiten).(Bild: Claassen Verlag)(Bild: Claassen Verlag)

Es ist ein buntes Stimmengewirr, das einen in Robert Seethalers neuen Roman „Die Straße“ hineinzieht. Kurze Fragmente, die sich langsam zu einem großen Ganzen zusammensetzen – zu einer Straße, wie sie nur aus Seethalers Feder zu erwachsen vermag.

In einem Interview meinte er vor Kurzem: „Ich bin immer weniger am Plot interessiert.“ Dafür umso mehr an den Menschen.

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