Die österreichische Schriftstellerin Monika Helfer ist am Sonntag im Alter von 78 Jahren nach einem Sturz verstorben. Sie galt als eine der wahrhaftigsten Erzählerinnen der zeitgenössischen deutschsprachigen Literatur. Vor allem durch ihre autobiografisch geprägte Familientrilogie feierte sie späte, aber überwältigende Erfolge.
Trauer um die die österreichische Schrifstellerin Monika Helfer, die am 2. August nach einem Sturz verstorben ist. Geboren am 18. Oktober 1947 in Au im Bregenzerwald (Vorarlberg), wuchs sie in ärmlichen Verhältnissen auf. Nach dem frühen Tod ihrer Mutter wurde die Familie aufgeteilt.
Seit 1981 war sie mit dem Vorarlberger Autor Michael Köhlmeier verheiratet. Die beiden galten als das wohl prägendste und innigste Paar der österreichischen Literaturszene.
Privat mussten die beiden einen schweren Schicksalsschlag verkraften: Ihre gemeinsame Tochter Paula verunglückte 2003 im Alter von 21 Jahren tödlich – ein Verlust, den Helfer tief in ihrem Werk (u. a. in „Bevor ich schlafen kann“) verarbeitete.
Ihr literarisches Vermächtnis gipfelte in den letzten Jahren ihres Lebens in einem triumphalen Spätwerk. Mit den Romanen „Die Bagage“, „Vati“ und „Löwenherz“ schrieb sie eine Familiengeschichte nieder, die eigentlich ihre eigene war, in der sich jedoch Hunderttausende Leserinnen und Leser spiegeln durften. Sie blickte schonungslos, aber niemals bitter auf die Traumata von Krieg und Verlust.
Sie erhielt zahlreiche Preise, darunter das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse, den Bodensee-Literaturpreis sowie erst kürzlich im Jänner die renommierte Carl-Zuckmayer-Medaille und im Juni gemeinsam mit ihrem Mann den Bruno-Kreisky-Preis für das Lebenswerk .
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