„Mit Gewalt gedroht“
Israel fing zwei Schiffe von Gaza-Hilfsflotte ab
Zwei Schiffe der Hilfsschiffe für Gaza sind in internationalen Gewässern nahe Griechenland abgefangen worden, wie die Organisation „Global Sumud Flottilla“ berichtete. UNO-Botschafter Danny Danon bestätigte, dass die Schiffe seien gestoppt wurden, bevor sie israelisches Gebiet erreicht hätten. Die Organisation erklärte, den Aktisten sei mit Gewalt gedroht worden.
Die Schiffe waren vom spanischen Hafen Barcelona ausgelaufen, ehe sie nun von der israelischen Armee „umzingelt“ wurden, teilten die Organisatoren auf X weiter mit. Israelische Armeeboote hätten „die Hilfsflotte in internationalen Gewässern illegal umzingelt und mit Entführung und Gewalt gedroht“. Die Kommunikation mit elf weiteren Booten sei unterbrochen.
Aktivisten wurden auf die Knie gezwungen
Die Boote „wurden von militärischen Schnellbooten angefahren, die sich selbst als ,Israel‘ identifizierten“, erklärten die Organisatoren. Die Menschen auf den militärischen Booten „richteten Laser und halbautomatische Sturmgewehre auf uns und befahlen den Teilnehmern, nach vorne an die Boote zu kommen und sich auf Hände und Knie zu begeben“, hieß es.
Die Organisation veröffentlichte ein Video auf Instagram:
Andere Schiffe derzeit vor Küste Griechenlands
Die anderen Schiffe der Hilfsflotte befindet sich derzeit vor der Küste Griechenlands in der Nähe von Kreta, wie das Live-Tracking der Organisation auf ihrer Website zeigt. Die mehr als 50 Boote waren in den vergangenen Wochen von Marseille in Frankreich, Barcelona in Spanien und Syrakus in Italien ausgelaufen.
Ende 2025 hatte schon einmal eine Hilfsflotte versucht, in den Gazastreifen zu gelangen. An Bord der Schiffe waren mehrere prominente Persönlichkeiten, darunter die schwedische Aktivistin Greta Thunberg. Die Schiffe wurden damals von der israelischen Marine aufgebracht, die Besatzungsmitglieder festgenommen und anschließend aus Israel ausgewiesen.
Der Gaza-Krieg begann mit dem Angriff der palästinensischen Terrororganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023, bei dem rund 1200 Menschen getötet und rund 250 als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt wurden. Im Oktober 2025 war eine Waffenruhe in dem Palästinensergebiet in Kraft getreten, trotzdem gibt es immer wieder Angriffe und Gewalt. Israel und die Hamas werfen sich gegenseitig Verstöße gegen das Abkommen vor. Die humanitäre Lage in dem Küstengebiet ist Hilfsorganisationen zufolge weiterhin äußerst prekär.









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