Die Rede von König Charles III. vor dem US-Kongress hat hohe Wellen geschlagen. Im Vorfeld war die Sorge groß, dass das Königspaar zum Spielball des US-Präsidenten Donald Trump werden könnte. Doch jetzt nach der Rede ihres Königs sind die Briten begeistert – und Trump auch.
Am Dienstag hatte König Charles einen historischen Auftritt: Er hielt eine Rede vor dem US-Kongress, in der er die Bedeutung der NATO und der Verteidigung der Ukraine betonte – damit stellte er sich klar gegen die Idee des US-Präsidenten Donald Trump, der aus der NATO austreten will.
Nach seiner Rede sind sich die britischen Medien und Trump einig, beide sind voll des Lobes für den britischen König. „Ich finde, die Menschen im Vereinigten Königreich können stolz auf ihn sein“, sagte der US-Präsident, offenbar nicht getroffen von Charles‘ Kritik an ihm. „Ich finde, er ist ein hervorragender Repräsentant seines Landes.“
„Hätte uns wahrscheinlich in der Iran-Frage geholfen“
US-Präsident Donald Trump zufolge hätte Charles anders auf den Krieg im Iran reagiert als die britische Regierung. „Wenn es nach ihm ginge, hätte er uns wahrscheinlich in der Iran-Frage geholfen“, sagte Trump. Auch mit Blick auf den Ukraine-Krieg hätte der britische König Trump zufolge eher auf die Anweisungen der USA gehört
„Diplomatische Meisterleistung“
Positive Worte für Charles fanden auch die britischen Zeitungen. Charles habe mit seiner Rede eine „diplomatische Meisterleistung“ vollbracht, schrieb etwa die „Daily Mail“. Die Rede sei voller Charme und Humor, aber auch harter Wahrheiten gewesen.
„Makellos sitzender Nadelstreifanzug“
Auch Kolumnistin Sarah Baxter kam ins Schwärmen. „Die Rede vor dem Kongress war die Rede seines Lebens“, schrieb sie im „i Paper“. Charles habe sie „mit Bravour in einem makellos sitzenden Nadelstreifanzug“ gehalten. Trump sei vom britischen König „gedemütigt“ worden, „immer wieder wies der König ihn zurecht“, schrieb die Kolumnistin.
Nach den Sorgen im Vorfeld, seien die Briten jetzt stolz auf Charles, meinte Sarah Smith, US-Korrespondentin der BBC. Er habe die Rede mit viel Humor gehalten und sie sei politischer gewesen als im Vorfeld gedacht.
Sorge im Vorfeld
Zuletzt hatte der US-Präsident den britischen Premierminister Keir Starmer immer wieder verbal angegriffen. Trump gilt zwar als großer Fan der britischen Royals, aber auch als unberechenbar. Viele waren deswegen besorgt, dass Trump das Königspaar beim Besuch in den USA vorführen könnte.
Jetzt scheinen die Briten aber beruhigt – und stolz auf ihren Monarchen. Auch Trump bekräftigte – allerdings noch vor Charles‘ Rede: „In den Jahrhunderten seit unserer Unabhängigkeit gab es für die Amerikaner keine engeren Freunde als die Briten.“ Charles und Königin Camilla gaben sich in der Tat Mühe, eine enge Verbindung mit den USA zu demonstrieren. Camilla trug etwa eine Brosche, die die Flaggen beider Nationen eng miteinander verschlungen zeigte.
Blumen für Opfer vom 11. September 2001
Am Mittwoch, dem dritten Tag seines Staatsbesuchs in den USA besuchte der britische König Charles in New York die Gedenkstätte für die fast 3000 Todesopfer der Anschläge vom 11. September 2001 besucht. Zusammen mit Königin Camilla und dem früheren New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg legte er einen Strauß weißer Rosen und eine handgeschriebene Notiz an einem der Wasserbecken im neuen World Trade Center ab.
„Wir ehren das Andenken derjenigen, die am 11. September 2001 auf so tragische Weise ihr Leben verloren haben“, schrieb der König und bekundete seine „bleibende Solidarität mit dem amerikanischen Volk angesichts seines großen Verlustes“.
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