Das Literaturmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek widmet sich Thomas Bernhards Leben und Wirken. Eine Ausstellung für Kenner und Neulinge – mit vielen neuen Fundstücken und einem „Bernhard 2.0“.
Haben Sie eine Frage an Thomas Bernhard? Dann antwortet er Ihnen ab heute im Literaturmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek. Natürlich nicht er selbst, sondern ein mit den Werken des Autors gefütterter KI-Sprachgenerator – ein „Bernhard 2.0“-Chatbot. Der steht gleich zu Beginn einer Ausstellung mit dem schönen Namen „Dem Stumpfsinn die Geisteskappe aufsetzen“. Daneben gibt es auch ein „Städtebeschimpfungs-Quiz“ und eine Magnetwand, an der man sich selbst an Bernhards komplexen Satzkonstrukten versuchen kann.
„Um möglichst viele Menschen ins Boot der Literatur zu holen, hatten wir den Anspruch, eine Ausstellung zu machen, die sowohl Thomas-Bernhard-Kenner als auch jene Menschen erreicht, die vielleicht sogar noch nie etwas von ihm gelesen oder gehört haben“, so der Museumsdirektor Bernhard Fetz über den spielerischen Zugang.
Als Beruf „Landwirt“ im Reisepass
Nach der ungewöhnlichen Begrüßung öffnen sich dann die Türen in Thomas Bernhards Kosmos. Dafür hat man den seit 2023 in der ÖNB befindlichen Nachlass in mehreren Themenbereichen aufgearbeitet: u. a. seine Lebensbahnen und die literarische Bedeutung – vom Frühwerk bis zu seinem Einfluss auf die Gegenwartsliteratur. Neben Manuskripten, Briefen und zahlreichen Fotografien werden auch nie zuvor ausgestellte Fundstücke (wie z. B. ein Reisepass, in dem er als Beruf „Landwirt“ angab) gezeigt. Zum Schluss kann man im originalen Bernhard-Ohrensessel Platz nehmen und seinen Lesungen lauschen. Da kann halt der Chatbot nicht mithalten.
Mehr über die Ausstellung, die von 30. April bis zum 27. Februar 2027 läuft, gibt es hier.
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