Kein gutes Haar. Der Applaus für die am späten Abend des Montags vorgestellten Budgetpläne der Bundesregierung bis 2028 – er fällt, nennen wir es zurückhaltend, „verhalten“ aus. Direkter gesagt: Kritik kommt von fast allen Seiten. Bei weitem nicht nur von der Opposition, die wenig überraschend kein gutes Haar an den Plänen lässt. Während für Fiskalratschef Christoph Badelt die Einsparung „sicher noch zu wenig“ ist, beklagen verschiedenste Seiten – je nach Betroffenheit – zu große Einsparungen. Aus SPÖ-Reihen kommt vor allem anschwellendes Murren über die Einschnitte bei den Passionisten. Dass die Pensionen künftig unter der Inflationsrate angepasst werden – darüber gibt es reihum die größte Aufregung.
Blutegel und Goldesel. „Unsere Regierung kommt mir vor wie ein Blutegel, der sich an unsere Geldbörsen hängt, sich festsaugt und erst zufrieden ist, wenn alle Passionisten am Hungertuch nagen“, formuliert es Leserbriefschreiber Gottfried Schmidl überaus drastisch, nicht ohne ÖVP und SPÖ darauf aufmerksam zu machen, sie hätten offenbar vergessen, „dass ihre Hauptwählerschaft aus dem Kreis der Pensionisten kommt“. Als „Goldesel der Nation“ würde die Regierung offenbar die Pensionisten sehen, glaubt Leser Ing. Anton Kern aus Graz. Und Leserbriefschreiber Rudolf Kolba aus Parndorf meint: „Wie sagte Stocker noch vor Kurzem? Bei den Pensionisten wird diesmal nicht ins Börserl gegriffen. Man sieht, sein Wort ist nichts wert.“ Sieht ganz so aus, als hätten ÖVP und SPÖ jetzt die Passionisten am Hals. Da wird es bei den nächsten Wahlen für die beiden einstigen Großparteien vermutlich noch enger werden…
Kommen Sie gut durch den Mittwoch!
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