In dem Wett- und Mafia-Skandal, der die National Basketball Association (NBA) im vergangenen Jahr erschüttert hat, gibt es ein erstes Geständnis! Der ehemalige Profi und Co-Trainer Damon Jones gab bei einer Anhörung vor dem Bundesgericht in Brooklyn (New York) zu, Insiderinformationen genutzt zu haben, um Anbieter von Sportwetten zu hintergehen. Zudem räumte er ein, „hochkarätige Spieler“ für Pokerrunden angeworben zu haben – die Spiele seien allerdings manipuliert gewesen.
Das Strafausmaß wurde noch nicht festgelegt. Gemäß Gesetz droht ihm im Sportwetten-Verfahren eine Gefängnisstrafe von 21 bis 27 Monaten, im Poker-Verfahren könnten 63 bis 78 Monate anfallen. Weil Jones ein Geständnis ablegte, darf er aber auf ein etwas milderes Urteil hoffen.
Der 49-jährige Jones, der 2016 als Assistenzcoach den NBA-Titel mit den Cleveland Cavaliers gewonnen hatte, war im vergangenen Jahr bei einer groß angelegten Razzia gegen illegales Glücksspiel und verbotene Sportwetten festgenommen worden. Neben Jones hatte das FBI weitere 29 Personen gefasst, darunter mutmaßliche Mafiosi und andere Persönlichkeiten aus der Basketball-Welt.
Insiderinformationen über verletzte Spieler genutzt
Von Dezember 2022 bis März 2024 hätten er und andere versucht, mit öffentlich nicht zugänglichen Informationen über verletzte Spieler Geld bei Sportwetten zu verdienen, verlas Jones aus seiner vorbereiteten Erklärung. Die Insiderinformationen habe er „aufgrund meiner Beziehungen als ehemaliger Spieler erhalten“.
Seine Beziehungen habe er auch beim Pokern spielen lassen, um Basketballprofis an die manipulierten Tische zu locken. Für die Dienste als Lockvogel sei er bezahlt worden. Dass die Spiele manipuliert gewesen seien, habe er aufgrund von Gesprächen mit seinen Komplizen gewusst. Den mehr als zehn Geschädigten entstand ein Schaden von über 9,5 Millionen Dollar (8,09 Millionen Euro).
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