Großbrand im Ortskern:

Riesige Hilfsbereitschaft für „obdachloses“ Baby

Niederösterreich
28.04.2026 13:00

Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Meldung über den Brand einer Wohnhausanlage in Thaya in NÖ. Und dass darunter auch eine Familie mit einem zwei Monate alten Baby kurzfristig „obdachlos“ wurde. Rasch wurde zu Spenden für Baby- und Kindersachen aufgerufen, eine riesige Welle der Solidarität schwappte auf das Gemeindeamt über, das nun aus allen Nähten platzt. 

Mittlerweile hat die Feuerwehr das Geschehen fest im Griff. Gegen Mittag konnte „Brand aus“ gegeben werden, nachdem die Florianis gegen viele Glutnester vorgehen mussten. Jetzt wird noch Brandwache vor Ort gehalten, damit man gegen ein plötzliches Neuaufflammen sofort vorgehen kann. Der Vollbrand einer Wohnhausanlage nahe der Pfarrkirche in Thaya im Bezirk Waidhofen an der Thaya tobte bereits seit 4.45 Uhr morgens. Weil sich auch die Volksschule in unmittelbarer Nähe befindet, wurde heute Dienstag wegen der starken Rauchentwicklung der brennenden Reihenhäuser schulfrei gegeben. 

Drei Familien betroffen
Eine Frau wurde mit Schock ins Spital gebracht, insgesamt waren drei Familien in den drei Häusern von dem Brand betroffen. Die Frau des Wohnhauses, von dem das Feuer ausgegangen sein dürfte, erklärte den Einsatzkräften, dass sie vor der Haustüre einen äußerst hellen Schein wahrgenommen hatte.

Sechs Katzen, noch immer vermisst
Alle Bewohner konnten sich vor den Flammen retten, auch ein Hund ist in Sicherheit. Noch immer werden sechs Katzen vermisst. Dass die Stubentiger verschreckt davon gelaufen sind, hält man vor Ort genauso für möglich, wie dass sie Opfer des verheerenden Brandes wurden. Hinweise auf den Verbleib der Tiere gibt es weiterhin nicht. Auch suchte man zwei Graburnen, von denen eine nun aufgetaucht sein dürfte. Unklar bleibt weiterhin auch die Brandursache. Gespannt werden die Ergebnisse der Brandermittler erwartet, die erst nach dem „Brand aus“ ihre detaillierte Arbeit aufnehmen können.

Riesige Welle der Solidarität
Nach den Berichten, dass auch ein zwei Monate altes Baby unter den von dem Brand betroffenen Familien ist, entfachte das online eine riesige Welle der Hilfsbereitschaft. Es wurde zu Spenden von Baby- und Kindersachen aufgerufen, um den Nachwuchs und vor allem das Baby gut versorgen zu können. Die Marktgemeinde Thaya erklärte sich bereit, als Sammelstelle zu fungieren. Innerhalb weniger Stunden „platzt“ das Gemeindeamt aber nun schon aus allen Nähten.

Die Feuerwehr löschte bis in die Mittagsstunden viele Glutnester ab.
Die Feuerwehr löschte bis in die Mittagsstunden viele Glutnester ab.(Bild: BFK WT/Stefan Mayer)
Mit der Drehleiter kämpften die Florianis seit den frühen Morgenstunden gegen die Flammen an.
Mit der Drehleiter kämpften die Florianis seit den frühen Morgenstunden gegen die Flammen an.(Bild: BFK WT/Stefan Mayer)

„Spender bitte vorher anrufen“
„Es wurde sehr viel gespendet, die Anteilnahme ist riesig. Für einen neunjährigen Buben bräuchten wir noch Schuhe in der Größe 38. Und für Gewand in Größe 152 beziehungsweise 158 wäre noch Bedarf. Später werden zumindest zwei Familien aber für die Gründung ihres neuen Hausstands da sicher noch einiges benötigen“, erklärt Bürgermeister Eduard Köck im Gespräch mit der „Krone“. Spendenwillige mögen bitte vorher am Gemeindeamt Thaya unter der Telefonnummer 02842 52663 anrufen und abklären, ob diese Gegenstände benötigt werden, bevor sie am Gemeindeamt mit den Sachen vorbeischauen. 

Ortschef Köck versuche gerade, mit der Siedlungsgenossenschaft, die auch die Reihenhausanlage gebaut hat, neue Unterbringungsorte für die Familien zu finden. „Das werden längere Lösungen sein müssen. So wie das aussieht, sind zumindest zwei der Häuser abbruchreif. Vermutlich ist auch das dritte Reihenhaus auf längere Zeit unbewohnbar, aber das müssen die Sachverständigen untersuchen“, gibt der Bürgermeister eine erste Einschätzung des Brandausmaßes ab. 

Schule morgen wieder geöffnet
In der Volksschule Thaya, die sich in der Nähe der Wohnhausanlage befindet, wurde wegen des starken Rauchs heute schulfrei gegeben. Ab Mittwoch wird man dort ganz normal wieder in den Schulbetrieb übergehen. Aktuell sind insgesamt 125 Feuerwehrleute im Einsatz.

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