Mega-Aufregung um einen Melania-Witz! US-Präsident Donald Trump fordert nach einer spitzen Bemerkung von TV-Star Jimmy Kimmel dessen Rauswurf bei ABC. Die First Lady schimpfte auf X über „hasserfüllte und gewalttätige Rhetorik“. Kimmel verteidigt sich: Er habe Melania lediglich wegen des großen Altersunterschieds zu Trump scherzhaft als „werdende Witwe“ bezeichnet und nicht zum Attentat aufgerufen.
Wegen seines „verabscheuungswürdigen Aufrufs zur Gewalt“ müsse Kimmel „sofort von Disney und ABC gefeuert werden“, schrieb Trump am Montag in seinem Onlinedienst Truth Social. Der Moderator hatte die Frau des Präsidenten in seiner Show am vergangenen Donnerstag das Strahlen einer „werdenden Witwe“ bescheinigt.
Wenige Stunden vor dem Präsidenten hatte am Montag bereits Melania Trump selbst Kimmel scharf kritisiert. Dessen Worte „expectant widow“ seien „ätzend und verschlechtern das kranke politische Klima in den USA“, schrieb die 56-Jährige im Onlinedienst X.
Hier ist der Tweet der First Lady eingebunden:
Bemerkung zwei Tage vor Schusswaffenvorfall
Kimmel hatte die Bemerkung am vergangenen Donnerstag in seiner Sendung gemacht, also zwei Tage vor dem Schusswaffenvorfall am Rande des Korrespondenten-Dinners mit US-Präsident Trump in Washington am Samstagabend.
Dabei hatte ein bewaffneter Mann versucht, eine Sicherheitskontrolle ein Stockwerk über dem Eingang zu dem Veranstaltungssaal zu überwinden. Bei seiner Festnahme fielen mehrere Schüsse. Ein Gericht warf dem Verdächtigen am Montag versuchten Mord am US-Präsidenten vor.
Kimmel parodierte Korrespondenten-Dinner
Kimmel hatte in seiner Sendung am Donnerstag die Rolle des Gastgebers beim damals noch bevorstehenden Korrespondenten-Dinner parodiert, bei dem üblicherweise viel gescherzt wird. Dabei wandte er sich an die imaginär im Publikum sitzende Präsidentengattin und sagte, „Mrs. Trump, Sie strahlen wie eine werdende Witwe“.
In seiner Sendung „Jimmy Kimmel Live!“ am Montag stellte der Moderator klar, dass sein Kommentar keinesfalls als Aufruf zur Gewalt gemeint war.
Laut ihm sei das lediglich eine harmlose Anspielung auf den Altersunterschied zwischen Donald und Melania Trump gewesen – und auf den Gesichtsausdruck, den sie oft an seiner Seite habe.
Leichter Seitenhieb auf Altersunterschied?
„Es war ein leichter Seitenhieb auf die Tatsache, dass er fast 80 ist und sie jünger ist als ich“, erklärte Kimmel. „Das war in keiner Weise ein Aufruf zu einem Attentat.“
Gleichzeitig zeigte er Mitgefühl für die Erlebnisse rund um das Attentat vom Samstag: „Es tut mir leid, dass Sie, der Präsident und alle Anwesenden das durchmachen mussten“, sagte er direkt an Melania gerichtet. „Nur weil niemand ums Leben kam, heißt das nicht, dass es nicht traumatisch und beängstigend war.“
Zum Schluss betonte Kimmel: „Wir sollten zusammenkommen. Das sollten wir wirklich.“
Der prominente Late-Night-Moderator kann bereits auf eine lang andauernde Privatfehde mit Donald Trump zurückblicken. Im September hatte ABC Kimmels Show auf Betreiben der Trump-Regierung vorübergehend abgesetzt. Zuvor hatte der Moderator Trumps MAGA-Bewegung vorgeworfen, sich die Ermordung des ultrarechten Aktivisten Charlie Kirk politisch zunutze zu machen. Nach heftiger Kritik an der Absetzung vollzog der ABC-Mutterkonzern Disney schließlich eine Kehrtwende und nahm Kimmels Show wieder ins Programm.
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