Als bei Donald Trumps Presse-Dinner in Washington plötzlich Schüsse fallen, spielen sich chaotische Szenen ab: Die Live-Musik bricht ab, nach der Sekunden der Stille sind laute Schreie zu hören. Der Präsident wird von Leibwächtern in Sicherheit gebracht, zahlreiche Gäste werfen sich panisch zu Boden. Doch inmitten der Hektik kommt es auch zu bemerkenswerten Reaktionen, wie etwa von einer Besucherin, die wie in einem Selbstbedienungsladen Champagner- und Weinflaschen einsteckt.
Nach dem verstörenden Vorfall im Hilton Hotel – ein 31 Jahre alter Mann aus Kalifornien durchbrach die Sicherheitskontrollen und eröffnete das Feuer, ehe er von Sicherheitskräften überwältigt werden konnte – musste der gesamte Saal geräumt werden. Hunderte Gäste, hauptsächlich Presse-Korrespondenten, drängten sich durch die Lobby ins Freie.
Vielen saß der Schock in den Gliedern – einige umarmten sich, andere telefonierten mit Angehörigen und schickten Nachrichten. Doch andere nutzten die unübersichtliche Lage aus und bedienten sich im Festsaal selbst.
Bilder und Videos zeigen, wie eine Frau zu einem der Tische geht und dort zurückgelassene Wein- und Champagnerflaschen an sich nimmt. Auch andere Personen sind mit Flaschen in ihren Händen zu sehen und knipsen sogar peinliche Selfies mit ihren Souvenirs. Schlechten Stil beweisen weitere Gäste, die ihre Flachen bereits geöffnet haben und direkt daraus trinken ...
Mann isst in aller Ruhe weiter
Ein bemerkenswertes Verhalten legte auch weiterer Besucher des traditionellen Presse-Dinners an den Tag. Während andere die Flucht ergriffen, ließ sich der etwas abseits des Podiums sitzende ältere Herr von den hektischen Vorgängen kaum beeindrucken und aß in aller Ruhe sein Abendessen weiter.
Den Behörden zufolge ist ein „einzelner Schütze“ gegen 20.36 Uhr Ortszeit durch eine Sicherheitskontrolle in der Hotellobby direkt vor dem Ballsaal gestürmt, in dem das Abendessen stattfand. Trumps Autokolonne raste kurz nach 20.40 Uhr aus dem Hilton in Richtung Weißes Haus, wo eine eilig anberaumte Pressekonferenz veranstaltet wurde.
Presse-Dinner wird nachgeholt
Den im Hotel festgenommenen Täter beschrieb Trump als „Möchtegern-Mörder“. Der US-Präsident lobte die Sicherheitskräfte für ihren „fantastischen Job“ und ihr „schnelles und mutiges“ Eingreifen. Und er versprach: Das abgebrochene Dinner werde nachgeholt.
Das Hilton war schon einmal Schauplatz eines Angriffs auf einen US-Präsidenten: Der damalige Präsident Ronald Reagan erlitt hier bei einem Anschlag 1981 eine Schusswunde.
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