Rückkehr in die Natur

Wie Igel eine Chance zum Überleben bekommen

Niederösterreich
28.04.2026 10:00

Igel sind in der modernen Welt rundum von tödlichen Gefahren bedroht. Warum 250 der stacheligen Gesellen den Winter trotzdem überstanden haben – und jetzt wieder in freier Wildbahn durch Niederösterreich streifen können.

Geschwächt oder sogar verletzt fanden insgesamt 250 Igel im vergangenen Spätherbst Aufnahme im Tierschutzhaus in Vösendorf, Bezirk Mödling: „Ohne Hilfe hätten sie alle den Winter wohl nicht überstanden“, sagt Martin Aschauer, Sprecher von Tierschutz Austria, jenem Verein, der das Tierschutzhaus betreibt. Durch intensive Pflege und medizinische Betreuung konnten die putzigen Tiere aber gerettet werden. Freiwillige der Initiative „Team Tierschutz“ haben die 250 Igel in den vergangenen Tagen in geeigneten Gebieten des Landes erfolgreich wieder ausgewildert.

Tödliche Gefahren lauern
Damit leisten die engagierten Helfer einen wichtigen Beitrag zum Schutz heimischer Wildtiere. Denn seit mittlerweile zwei Jahren steht Erinaceus europaeus – so die wissenschaftliche Bezeichnung für den Westeuropäischen Igel – als „potenziell gefährdet“ auf der internationalen Roten Liste. Verlust von Lebensräumen, Einsatz von Pestiziden, der Straßenverkehr und immer mehr Mähroboter in den Gärten entpuppen sich für die stacheligen Gesellen als tödliche Gefahren, die überhandzunehmen drohen. Aschauer betont daher: „Jede Auswilderung ist ein wichtiger Schritt, um dem Rückgang der Igelpopulation entgegenzuwirken.“

Helfer brachten 250 Igel zurück in die freie Wildbahn.
Helfer brachten 250 Igel zurück in die freie Wildbahn.(Bild: Tierschutz Austria)

Flut war Initialzündung
Freiwillige, die beim „Team Tierschutz“ Tieren in Not helfen wollen, sind  jederzeit willkommen.  Bereits mehr als 2000 Helfer engagieren sich in diesem Rahmen. Entstanden ist die Initiative beim großen Hochwasser im Jahr 2024, als zahlreiche Wildtiere in Not geraten sind. Binnen kurzer Zeit sind damals 1000 Freiwillige mobilisiert worden, die tausende Tiere gerettet haben. Seitdem ist das „Team Tierschutz“ stetig gewachsen und täglich im Einsatz. Infos dazu gibt es auf der Homepage von Tierschutz Austria.

 

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