Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz hat der US-Regierung vorgeworfen, keine Strategie für den Iran-Krieg zu haben. Deshalb sei es nun auch umso schwerer, den Krieg wieder zu beenden. „Zumal die Iraner offensichtlich sehr geschickt verhandeln oder eben sehr geschickt nicht verhandeln“, sagte Merz.
Eine ganze Nation werde durch die iranische Staatsführung gedemütigt. Die US-Amerikaner hätten „offensichtlich auch in den Verhandlungen keine wirklich überzeugende Strategie“. Der Krieg im Iran koste viel Geld und wirke sich unmittelbar auf die Wirtschaftsleistung aus, sagte Merz. Deutschland würde erst dann Minensuchboote in der Straße von Hormuz einsetzen, wenn die Kampfhandlungen beendet seien.
Wie berichtet, hatte der deutsche Bundeskanzler vor wenigen Tagen angeboten, die Sanktionen gegen den Iran aufzuheben, wenn das Land bestimmte Kriterien einhalte. Als Bedingungen nannte er eine freie Schifffahrt durch die Straße von Hormuz, ein Ende des iranischen Atomprogramms und ein Ende der iranischen Bedrohungen im Nahen Osten.
„Gibt Grund für Sanktionen“
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich nun aber gegen ein Ende der Sanktionen ausgesprochen. „Denn es gibt einen Grund, warum Sanktionen gegen den Iran verhängt wurden. Und dieser Grund ist das Verhalten des Regimes gegenüber der eigenen Bevölkerung“, sagte die Politikerin. Menschen- und Frauenrechte würden im Iran unterdrückt. Erst wenn es grundlegende Veränderungen gebe, könnten die Sanktionen aufgehoben werden.
Laut von der Leyen sind alleine in diesem Jahr im Iran 17.000 junge Menschen getötet worden.
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