Ein Meilenstein gelang der Tunnelbohrmaschine nach vier Jahren bei der Erweiterung der Kraftwerksgruppe Sellrain-Silz. Der 800 Tonnen schwere Bohrer legte eine Strecke von über 25 Kilometern zurück und schaffte den Durchschlag.
Vier Jahre nach dem Start der Vortriebsarbeiten für den 25,6 Kilometer langen Beileitungsstollen der Erweiterung der Tiwag-Kraftwerksgruppe Sellrain-Silz konnte die Tunnelbohrmaschine einen Meilenstein erzielen. Das 800 Tonnen schwere Gerät beendete mit dem Durchschlag im Stubaital nun die letzte Etappe. Sehr zur Freude von Tiwag-Vorstandsdirektor Alexander Speckle: „Damit ist dieser Stollen einer der längsten einseitig aufgefahrenen weltweit.“
Die Maschine legte pro Tag gut 63 Meter zurück, im besten Monat, so die Tiwag, über ein Kilometer. Mit dem Durchstich in der Wilden Grube bei der Wasserfassung endet die Reise. „Die Maschine wird in den nächsten Wochen von einem eigenen Spezialistenteam auseinandergebaut und abtransportiert“, informiert Projektleiter Klaus Feistmantl.
In dieser Form war der Vortrieb sicher einzigartig und Tiwag hat hier einmal mehr neue Maßstäbe in der Bauausführung gesetzt.
Alexander Speckle, Tiwag-Vorstandsdirektor
Gewaltige Maschine schaffte Einzigartiges
Die Gesamtlänge der vollkommen elektrisch betriebenen Maschine beläuft sich auf 334 Meter. Insgesamt 18.818 Sohltübbinge – das sind Betonfertigteile zur Herstellung einer ebenen Fahrbahn im Tunnel – wurden vor Ort im Kühtai produziert und eingesetzt. „In dieser Form war der Vortrieb sicher einzigartig und Tiwag hat hier einmal mehr neue Maßstäbe in der Bauausführung gesetzt“, betont Vorstandsdirektor Speckle.
Auf weitere Arbeiten laufen auf Hochtouren
Unterdessen laufen die Arbeiten im Kühtai weiter: Der 113 Meter hohe Damm steht kurz vor der Fertigstellung. Dafür wurden 6,9 Mio. Kubikmeter Material im Stauraum, Voraushub und Untertage abgebaut und im Damm wieder eingebaut. Im Juli ist die feierliche Krönung auf der Dammkrone geplant.
Über den Sommer kann dann der Speichersee langsam aufgefüllt werden. Dafür sorgt neben dem natürlichen Zufluss die neue Beileitung, die das Wasser über ein leichtes Gefälle ins Kühtai führt.
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