Blauer Landeshauptmann

Gelbe wollen für die FPÖ Steigbügelhalter sein

Oberösterreich
28.04.2026 13:00
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Die Gelben – ein Zusammenschluss von Bürgerlisten – treten 2027 zur Landtagswahl an. Was genau sie wollen, wissen sie offenbar selbst nicht: Zunächst unterstützten sie Christine Haberlander, um Manfred Haimbuchner als LH zu verhindern. Jetzt wollen sie Haimbuchner statt Thomas Stelzer auf den Thron hieven.

Ähnlich wie mit der MFG, die 2021 in den Landtag einzog, steht kommendes Jahr mit den Gelben eine neue Unbekannte zur Wahl. Wer auf ihre Website schaut, findet quer durch die Bank ein Sammelsurium an Themen, für die das Bürgerlisten-Bündnis angeblich eintritt. In einer Aussendung macht Gelben-Chef Martin Gollner nun aber klar, worum es seiner Bewegung hauptsächlich geht: „Wie angekündigt, werden wir gezielt einen weiteren LH Stelzer verhindern können.“ Große Töne von einer Partei, deren öffentliche Wahrnehmung bisher bestenfalls überschaubar ist.

„Nur 99,6 Prozent“
Warum man Stelzer quasi schon jetzt als gescheitert betrachten kann, macht Gollner an dessen Ergebnis bei der Wiederwahl zum ÖVP-Chef am vergangenen Freitag fest: „Nur 99,6 Prozent“ für Stelzer, feixt Gollner. Da habe Stelzers Stellvertreterin Christine Haberlander mit 99,9 Prozent ein ganz anderes Ergebnis vorzuweisen. Eigentlich könnte Gollner darob frohlocken. Er bezeichnete Haberlander schon freudig als „Landesmutter“. Nur sie sei „imstande, einen LH Haimbuchner 2027 zu verhindern“. Das war vor zwei Wochen.

(Bild: Krone KREATIV/APA/Barbara Gindl, Markus Wenzel)

Blauer Wind durchs schöne Land
Und jetzt wird es kurios: Denn seit Montag steht nicht mehr Haberlander in der Gunst der Gelben, sondern ein anderer LH-Stellvertreter: ausgerechnet FPÖ-Frontmann Manfred Haimbuchner. Diesem biedert sich Gollner nun unverblümt an: „Wir unterstützen Haimbuchner zur Wahl zum Landeshauptmann von Oberösterreich.“ Warum das? Ganz einfach: „Wir sind der Meinung, dass auch mal ein anderer blauer Wind durch unser schönes Land ziehen kann“, findet der Gelbe.

Was Haimbuchner zu Gollners Liebeswerben sagt, ist nicht bekannt. Ob er sich allerdings von einer Partei unterstützen lassen möchte, die blaue No-Go-Themen wie ein bedingungsloses Grundeinkommen oder Frauen- und LGBTQIA+-Rechte propagiert, darf durchaus bezweifelt werden.

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