Schiffe gekapert

Gefahr durch Piraten vor Küste Somalias nimmt zu

Ausland
27.04.2026 11:44
Porträt von krone.at
Von krone.at

Vor der Küste Somalias kommt es immer häufiger zu Überfällen von Piraten: In der vergangenen Woche wurden mindestens vier Schiffe Ziel von Angriffen. 

Bis vor drei Jahren war die Piraterie in diesem Abschnitt des Indischen Ozeans, der einst für Schiffsentführungen berüchtigt war, so gut wie verschwunden, wie die BBC berichtet. Doch nun erlebt sie ein trauriges Comeback. 

Behörde rät zu Durchfahrt mit Vorsicht
Die britische Seeschifffahrtsbehörde erhöhte die Bedrohungsstufe in dem Gebiet auf „erheblich“: „Aufgrund der erhöhten Gefahr möglicher Aktivitäten von Piratengruppen wird Schiffen geraten, die Durchfahrt mit Vorsicht zu genießen“, warnte die Behörde. „Unbefugte Personen“ hätten zuletzt am Sonntag ein Frachtschiff gekapert und in somalische Hoheitsgewässer entführt. Zuvor waren auch ein Öltanker und ein Fischereifahrzeug Ziele von Piratenangriffen geworden. 

Die britische Schifffahrtsbehörde warnt vor Überfällen um das Kap von Afrika: 

Am 22. April wurde der Öltanker Honour 25 mit 17 Besatzungsmitgliedern etwa 30 Seemeilen vor der Küste Somalias gekapert. An Bord befanden sich 18.500 Barrel Öl. Die bewaffneten Angreifer zwangen die Besatzung, vor der Küste zu ankern. Wie sie das Schiff unter ihre Kontrolle bringen konnten, ist unklar. Einen Tag darauf wurde ein unter somalischer Flagge fahrendes Fischereifahrzeug überfallen und von Piraten beschlagnahmt. 

Fischercrew konnte Angriff abwehren
Ein weiterer Angriff am Donnerstag war weniger erfolgreich: Als zwei bewaffnete Seeräuber versuchten, von einem kleinen Boot aus an Bord eines Frachtschiffs zu gelangen, gab die Besatzung Warnschüsse ab. Sie konnten die Angreifer so vertreiben. 

Zwischen 2005 und 2012 konnten Piraten vor dem Horn von Afrika laut der Weltbank zwischen 339 Millionen US-Dollar (ca. 288 Millionen Euro) und 413 Millionen US-Dollar (352 Millionen Euro) erbeuten. Die Kriminellen nahmen Besatzungsmitglieder als Geiseln und forderten Lösegeld.

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