Neue Gespräche

Der Iran hat einen Gegenvorschlag für die USA

Außenpolitik
24.04.2026 19:51
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner werden am Samstag zu erneuten Iran-Gesprächen erwartet. Das sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt. Sie werden in Pakistan mit iranischen Unterhändlern zusammentreffen.

Bereits zuvor hatte die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna gemeldet, dass Irans Außenminister Abbas Araqchi am Freitagabend nach Islamabad reisen werde. Laut Sicherheitskreisen will Araqchi mit den pakistanischen Vermittlern einen Gegenvorschlag in den Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten besprechen. „Sie unterbreiten ein Angebot und wir werden sehen“, sagte US-Präsident Donald Trump. Wie dieses aussehe, wisse er nicht. „Wir verhandeln mit den Leuten, die derzeit das Sagen haben“, meinte er. Der Politiker hat im Iran-Krieg wiederholt Dinge so dargestellt, dass sie ihn in einer starken Position erscheinen ließen. Anschließende Entwicklungen hatten dies dann aber zum Teil nicht widergespiegelt.

Trump hatte am Dienstag einseitig die Waffenruhe mit dem Iran ohne klares Ende verlängert. Kurz zuvor hatte die iranische Führung noch eine Teilnahme an weiteren Verhandlungen abgelehnt. Verhandler der Konfliktparteien hatten sich in Islamabad für eine erste Gesprächsrunde getroffen. Diese war jedoch ohne Ergebnis geendet.

USA verlegten dritten Flugzeugträger
Beide Seiten drohten bereits, die Kämpfe jederzeit wieder aufzunehmen. Die USA stockten ihre Militärpräsenz zuletzt weiter auf. Der Flugzeugträger „USS George H.W. Bush“ befinde sich im Indischen Ozean, teilte das US-Regionalkommando Centcom am Donnerstag auf der Plattform X mit. Erstmals seit 2003 befänden sich somit drei US-Flugzeugträger gleichzeitig im Nahen Osten im Einsatz, hieß es von Centcom am Freitag. Diese umfassten zusammen über 200 Flugzeuge und 15.000 Matrosinnen, Matrosen und Marineinfanteristen.

Israel wartet laut eigener Angabe auf grünes Licht aus den USA, um die Kämpfe wieder aufzunehmen. Die Ziele seien festgelegt, sagte Israels Verteidigungsminister Israel Katz. Es gehe unter anderem darum, die Familien-„Dynastie“ des neuen obersten Führers Mojtaba Khamenei, Sohn des getöteten Ajatollahs Ali Khamenei, endgültig zu zerschlagen. Weiteres Ziel sei die Zerstörung der wirtschaftlichen Infrastruktur, einschließlich Energie- und Stromanlagen. Katz sprach davon, den Iran „in die Steinzeit“ zurückzuversetzen. Trump hatte sich vor Wochen ähnlich ausgedrückt.

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