Nach der Forderung der VEV, die Leerstandsabgabe wieder abzuschaffen, sind die Grünen empört. Die Interessenvertretung sollte die Eigentümer lieber dabei unterstützen, ihre Wohnungen zu vermieten und Geld zu verdienen. Wohnbausprecher Bernie Weber wünscht sich Nachbesserungen bei den gesetzlichen Vorgaben.
Am Donnerstag hatten die Verantwortlichen der Vorarlberger Eigentümervereinigung (VEV) eine Studie präsentiert, die zeigt, wie wenig effektiv die Leerstandsabgabe ist. Zudem würden Eigentümer zur Kasse gebeten, die ihre Wohnungen beim besten Willen nicht vermieten könnten. Aus diesen Gründen sollte die Abgabe nun wieder abgeschafft werden.
Probleme nicht gelöst
Mit dieser Forderung der VEV ist der grüne Wohnbausprecher Bernie Weber allerdings alles andere als einverstanden. Die Eigentümervereinigung ignoriere die Sorgen der vielen Vorarlberger, die dringend auf der Suche nach leistbarem Wohnraum seien. „Statt die Leerstandsabgabe abschaffen zu wollen, sollte die Interessenvertretung Eigentümer dabei unterstützen, ihre Wohnungen zu vermieten und damit Geld zu verdienen.“
Die bisherige Verweigerungshaltung dieser Interessenvertretung helfe weder Eigentümer noch Wohnungssuchenden. „Die Leerstandsabgabe gehört weiterentwickelt und verbessert. Gleichzeitig muss die Initiative ,Sicher vermieten’ deutlich ausgebaut werden“, meinte Weber.
Sanierungs- und Finanzierungsexperten hinzuziehen
Geht es nach den Grünen, sollte die Initiative „Sicher vermieten“ um Sanierungs- und Finanzierungsexperten aus der Baubranche erweitert werden. „So können Eigentümer nicht nur sicher vermieten, sondern auch sicher sanieren und finanzieren“, erläutert Weber. Dabei könnte gerade die Eigentümervertretung ein wichtiger Partner sein – wenn sie bereit wäre, aktiv an Lösungen für mehr leistbaren Wohnraum mitzuarbeiten.
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