Bilanz der Reise

Steirer in China: Neue Märkte mit großem Potenzial

Steiermark
23.04.2026 18:09

Die große steirische Delegationsreise nach China geht zu Ende. Doch die politische und wirtschaftliche Partnerschaft soll weiter florieren: Vor allem in den Bereichen Luftfahrt und Automatisierung sehen die Steirer großes Potenzial.

Acht Tage, neun Städte, über 3200 abgespulte Inlandskilometer, vier Memoranden, zwei Wirtschaftsabkommen: Mit dieser Bilanz stieg die rund 60-köpfige steirische Delegation gestern in Hongkong wieder in den Flieger in Richtung Heimat. „Ich denke, man kann von einer sehr erfolgreichen Reise sprechen“, ist Landeshauptmann Mario Kunasek (FPÖ) überzeugt. „Ich habe von Anfang an gesagt, dass die politische Delegation der Türöffner sein soll – und das ist gelungen. Ich glaube, dass wir die Steiermark gestärkt und Arbeitsplätze gesichert haben.“

Beeindruckt zeigten sich die Steirer vor allem vom enormen Tempo, das in China an den Tag gelegt wird. Eine Stadt wie Guiyang wächst um 200.000 Einwohner pro Jahr, Hochhäuser werden im Akkord hochgezogen, Straßen quasi im Tagesrhythmus gebaut und Geschäftslokale wortwörtlich über Nacht umgebaut. „Natürlich müssen auch wir schneller werden, wenn ich etwa an unsere Bürokratie denke“, ist Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom (ÖVP) ehrlich.

.Natürlich müssen auch wir schneller werden, wenn ich etwa an unsere Bürokratie denke

Manuela Khom

Landeshauptmann-Stellvertreterin (ÖVP)

„Aber wir sind nicht so schlecht, wie es teils dargestellt wird. Die Steiermark ist ein offenes Land, wir leben vom Export. Mit unserer F&E-Quote sind wir vorne dabei – wenn ich etwa an das autonome Fahren oder an die Robotik denke.“ Khom sieht vor allem für den Cargo-Center bei Werndorf, der ja vor der nächsten Ausbaustufe steht, enormes Potenzial. „Die neue Seidenstraße mit den Häfen Koper und Triest und natürlich die Koralmbahn bringen uns einen echten Standortvorteil.“

Wichtiges Memorandum unterzeichnet
Dass die Politik in China als Türöffner fungiert, kann Karl Hartleb, Geschäftsführer des ICS (Internationalisierungscenter Steiermark) unterschreiben: „Einige Unternehmen wie der Automobilhersteller GAC sind ja auch im Eigentum der öffentlichen Hand – da ist das natürlich von Vorteil.“

Karl Hartleb, Geschäftsführer des ICS, sieht die Politik als Türöffner für die Wirtschaft.
Karl Hartleb, Geschäftsführer des ICS, sieht die Politik als Türöffner für die Wirtschaft.(Bild: Marcus Stoimaier)

Besonders stolz ist die weiß-grüne Delegation auf das Memorandum mit der Provinz Guangdong. Mit mehr als 137 Millionen Einwohnern ist dies die einwohnerstärkste Region des Landes. „Und normalerweise macht diese Regierung keine Abkommen, es war auch bis zuletzt spannend“, so Hartleb. Erst kurz vor Eintreffen der Steirer war endgültig alles unter Dach und Fach.

Für Hartleb setzt die Steiermark mit der Konzentration auf vier Provinzen auf die richtige Karte. „Konkret glauben wir, dass vor allem in der Luftfahrt viel Potenzial liegt – und bei allem, was in die Automatisierung hineinspielt. Am Beispiel AVL sieht man, dass die Steiermark hier als eine Art Lückenschluss nach Europa fungieren kann.“

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