Feuerpause im Iran

Revolutionsgarden auf „Höhepunkt der Bereitschaft“

Außenpolitik
22.04.2026 14:24
Porträt von krone.at
Von krone.at

US-Präsident Donald Trump hat die Feuerpause mit dem Iran auf unbestimmte Zeit verlängert, um weitere Verhandlungen zu ermöglichen. Die iranischen Revolutionsgarden zeigten sich davon jedoch unbeeindruckt und betonten, auf dem „Höhepunkt der Bereitschaft“ zu sein.

Sie drohten am Mittwoch mit „vernichtenden und für den Feind unvorstellbaren Schlägen“. Die Revolutionsgarden sind die Armee der Wächter der Islamischen Revolution, das Land hat zudem reguläre Streitkräfte. Ein Berater des iranischen Parlamentspräsidenten bezeichnete Trumps Vorstoß als möglichen Trick. In Teheran herrscht großes Misstrauen gegenüber der Regierung in Washington. Am Mittwochnachmittag war weiterhin unklar, ob der Iran nach dem Ende der zweiwöchigen Feuerpause zu weiteren Friedensgesprächen in Pakistan bereit ist.

US-Vizepräsident JD Vance, dessen Anwesenheit von iranischer Seite gefordert worden war, hätte eigentlich am Dienstag nach Pakistan fliegen wollen. Einem Vertreter des Weißen Hauses zufolge blieb er jedoch für weitere politische Beratungen in Washington. Ein hochrangiger iranischer Insider sagte, die Unterhändler Teherans seien zu einer weiteren Gesprächsrunde bereit, wenn die USA ihre Politik des Drucks und der Drohungen aufgäben.

Arabische Länder wollen Entschädigung
Österreichs Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) begrüßte die unbefristete Waffenruhe im Iran-Krieg. Jetzt müsse sich der Iran auch bereit erklären, in Gespräche einzutreten. Zusätzlich zu dem wirtschaftlichen Schaden könnte auch eine Hungerkatastrophe eintreten, die wiederum Migrationsbewegungen Richtung Europa auslösen könnte. Die arabischen Länder forderten unterdessen Reparationen vom Iran für die entstandenen Schäden und Verluste. „Der Iran trägt international die volle Verantwortung für seine unrechtmäßigen und nicht gerechtfertigten Angriffe gegen arabische Staaten“, heißt es in der Erklärung der Außenminister.

Als Vergeltung für die Militärschläge der USA und Israels im Iran griff das Land seit Kriegsbeginn Ende Februar mit Tausenden Raketen, Drohnen und Marschflugkörpern die Golfstaaten an. Dabei kamen US-Einrichtungen, wie etwa Botschaften und Militärstützpunkte, aber auch zivile Ziele wie Flughäfen und Wohngegenden unter Beschuss. Die meisten der Angriffe wurden in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Kuwait gemeldet.

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