Wegen der vom Iran unterstützten schiitischen Milizen gerät nun der Irak zunehmend unter Druck. Sie entführen nicht nur immer wieder US-Staatsbürger, sondern beteiligen sich auch an Angriffen auf israelische und Einrichtungen der Vereinigten Staaten. Vor allem im Zuge des Iran-Krieges haben diese Aktivitäten zugenommen.
Der Irak ist gegen seinen Willen in den Iran-Krieg hineingezogen worden, der am 28. Februar mit US-israelischen Angriffen auf den Iran begonnen hatte. In den vergangenen Wochen gab es mehrere Luftangriffe gegen Einheiten der Hashed al-Shaabi, die in die staatlichen Sicherheitskräfte integriert ist und pro-iranische Gruppen umfasst. Die Angriffe gegen die Miliz werden Israel und den USA zugeschrieben.
Großbrand nach Drohnenangriff
Anfang April löste ein Drohnenangriff in der Nähe von Erbil, der Hauptstadt der autonomen Region Kurdistan im Irak, einen Großbrand in einem Öllager aus. In Erbil befindet sich ein großer US-Konsulatskomplex. Auf dem Flughafen der Stadt sind Soldaten der von den USA geführten Anti-Dschihadisten-Koalition stationiert. Beide Orte sind seit Kriegsbeginn regelmäßig Ziele von Angriffen.
Dollar-Lieferungen eingestellt
Neben Vergeltungsschlägen seitens der USA wird nun auch der diplomatische Druck auf die Regierung in Bagdad erhöht. Laut einem Bericht des „Wall Street Journal“ hat Washington die Dollar-Lieferungen an den Irak eingestellt und die Sicherheitszusammenarbeit eingefroren. Damit wolle Washington die Regierung in Bagdad zwingen, vom Iran unterstützte Milizen im Land zu zerschlagen, heißt es unter Berufung auf irakische und US-Regierungsvertreter. Das US-Finanzministerium blockiere eine Bargeldsendung von fast 500 Millionen Dollar (rd. 426 Mio. Euro) aus irakischen Ölverkäufen.
Außerdem setzt Washington demnach die Finanzierung von Programmen zur Terrorbekämpfung und zur militärischen Ausbildung aus, bis die Milizen ihre Angriffe einstellen.
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