Angriffe auf Dörfer
Neue Siedlergewalt im besetzten Westjordanland
Die Gewalt israelischer Siedler gegen Palästinenser im Westjordanland ist in den letzten zweieinhalb Jahren stark angestiegen. Dabei gibt es immer wieder Brände und Verletzte. Was die israelische Armee zu den Anschlägen sagt ...
Israelische Siedler haben nach Berichten palästinensischer Medien erneut Dörfer im besetzten Westjordanland angegriffen. In der Umgebung der Städte Jenin und Nablus wurden Häuser und Fahrzeuge in Brand gesetzt, was zu erheblichem Sachschaden führte. In einem Dorf südlich von Nablus brannte das Gebäude des Dorfrats. Laut dem palästinensischen Roten Halbmond wurden bei den Angriffen insgesamt sieben Palästinenser verletzt.
Roter Halbmond
In vielen überwiegend muslimisch geprägten Ländern arbeitet er wie hierzulande das Rote Kreuz, um neutrale humanitäre Hilfe in Kriegs- und Katastrophengebieten zu leisten.
Die israelische Armee erklärte auf Anfrage, dass in der Nacht Soldaten und Polizeikräfte in mehrere palästinensische Dörfer entsandt worden seien, „nachdem Meldungen über Brandstiftungen und Störungen durch israelische Zivilisten eingegangen waren“. Man verurteile jede Form von Gewalt und werde weiterhin Maßnahmen ergreifen, um die Sicherheit der Bevölkerung und die öffentliche Ordnung zu gewährleisten.
Gewalt durch Siedler stark gestiegen
Die Gewalt durch Siedler hat seit Beginn des Gaza-Kriegs vor zweieinhalb Jahren im Westjordanland stark zugenommen. Der israelische Generalstabschef Eyal Zamir verurteilte die Attacken radikaler Siedler auf Palästinenser in dieser Woche als „moralisch und ethisch inakzeptabel“.
Israelischen Sicherheitskräften wird wiederholt vorgeworfen, zu wenig gegen die Übergriffe vorzugehen oder teilweise die Seite der aggressiven Siedler zu ergreifen. Israel hatte im Sechstagekrieg 1967 unter anderem das Westjordanland und Ost-Jerusalem besetzt. Heute leben dort rund 700.000 israelische Siedler inmitten von etwa drei Millionen Palästinensern, die die Gebiete für einen eigenen Staat mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt beanspruchen.









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