Im Westjordanland
UNO sieht Anzeichen für ethnische Säuberung
Das UNO-Menschenrechtsbüro zeigt sich alarmiert über die massive Ausweitung der israelischen Siedlertätigkeiten und der Gewalt gegenüber der palästinensischen Bevölkerungsgruppe im Westjordanland. In einem aktuellen Bericht ist von „koordinierten Aktionen und Massenvertreibungen“ die Rede, was „Befürchtungen einer ethnischen Säuberung aufkommen lässt“.
Das Büro unter der Leitung des Österreichers Volker Türk dokumentierte in den zwölf Monaten bis Ende Oktober 2025 insgesamt 1732 Fälle von Siedlergewalt, nach 1400 Fällen in den zwölf Monaten davor. Der Bericht bezieht sich auf die Periode bis Oktober 2025, die Zeit danach erfasst er nicht. Die palästinensischen Bewohner würden ständig schikaniert und eingeschüchtert, und ihre Häuser und Ackerland würden zerstört, berichtete Ajith Sunghay, Leiter des UNO-Menschenrechtsbüros für die besetzten palästinensischen Gebiete.
„Israelische Behörden spielen zentrale Rolle“
„Die israelischen Behörden spielen eine zentrale Rolle, in dem sie Anweisungen geben, sich beteiligen und dieses Verhalten ermöglichen.“ Viele Siedler würden vom Staat mit Waffen ausgestattet und trainiert, heißt es weiter.

Über 60.000 neue Siedler-Wohnungen bewilligt
Im Oktober 2025 habe es zu Beginn der Olivenernte 42 Übergriffe durch Siedler gegeben, 131 Palästinenser seien verletzt worden, so viele wie nie in einem Monat seit 2006. Allein im besetzten Ostjerusalem hätten israelische Behörden den Bau von fast 37.000 neuen Wohnungen und Häusern erlaubt, ebenso 27.200 im Rest des Westjordanlands.








Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.