Fr, 22. Juni 2018

"Hidden Cash"

09.07.2014 10:56

Millionär schickt USA per Twitter auf Schatzsuche

Über 160 Jahre ist es her, dass in Kalifornien zahlreiche Goldsucher ihr Glück versuchten. Seit Mitte Mai dieses Jahres befinden sich die Bewohner des "Golden State" erneut auf Schatzsuche - und schuld daran ist Multimillionär Jason Buzi. Der hat offenbar genug von seinem Geld und versteckt es in Häppchen von bis zu 1.000 US-Dollar. Jetzt exportiert Buzi seine "Hidden Cash"-Bewegung auch in andere US-Staaten und nach Europa.

Alles begann mit einem Twitter-Eintrag am 23. Mai 2014: Ein Bild eines Gartens in San Francisco war der erste Hinweis für die Schatzsucher. Seitdem hat Kalifornien ein neuer "Goldrausch" erfasst. Rund 690.000 User folgen "Hidden Cash" bereits auf Twitter. Die Dollarnoten sind in Kuverts, Marmeladegläsern und den kultigen Pez-Spendern versteckt, und wer eines der Verstecke findet, darf sich über Beträge von bis zu 1.000 Dollar freuen.

Lange Zeit war unklar, wer hinter der Aktion steckt, dann wurde bekannt: Ein Multimillionär, der sein Geld mit Immobilien in San Francisco gemacht habe, wolle den Menschen in Kalifornien etwas zurückgeben. Anfang Juni deckte CNN die Identität des Mannes, der eigentlich anonym bleiben wollte, schließlich auf.

"Lustiger Weg, um den Menschen etwas abzugeben"
Im Interview mit dem Nachrichtensender erklärte Jason Buzi, warum er sein Geld auf diese Art und Weise unter das Volk bringt: "Ich wollte etwas zurückgeben. Normalerweise tun das Leute wie ich über Wohltätigkeitsveranstaltungen. Aber ich finde, dass das einfach ein lustiger Weg ist, den Menschen etwas abzugeben." Er spende aber trotzdem für Charity-Organisationen, so Buzi. "Es geht hier aber mehr um ein Spiel und um Spaß als um echte Wohltätigkeit. Manche, die das Geld finden, haben nichts und andere brauchen es eigentlich gar nicht. Aber freuen tun sich alle."

Eigentlich habe er anonym bleiben wollen, um das Geld persönlich verstecken zu können. "Außerdem bekomme ich jetzt viele Anfragen wegen finanzieller Unterstützung." Doch da viele US-Medien einen Werbe-Gag hinter der Aktion vermuteten, habe er sich entschieden, an die Öffentlichkeit zu gehen.

Finder sollen Fotos posten
Seit Beginn der Aktion wurden rund 15.000 Dollar unter das Twitter-Volk gebracht, zuerst in San Francisco, dann in New York, Chicago, Los Angeles und anderen US-Städten. Dem Initiator geht es aber nicht nur darum, dass die Leute das Geld aufstöbern: Die Finder sollen Bilder von sich und dem Fund posten und natürlich den passenden Hashtag #hiddencash nicht vergessen.

Buzi will mit "Hidden Cash" einen neuen, weltweiten Trend lostreten. "Pay it forward" nennt er das. Die Finder sollen sich nicht nur selbst mit dem Geld belohnen, sondern im besten Fall ebenfalls etwas Gutes tun. Auf Twitter erzählen tatsächlich einige Finder, dass sie ihre Arbeitskollegen zum Essen eingeladen oder das Geld mit anderen Suchern geteilt hätten.

Erstmals Geld in Großbritannien versteckt
Mittlerweile wurde auch erstmals Geld in Großbritannien versteckt. Drei Gläser mit jeweils 1.000 Pfund sollen es sein. "Erster Hinweis: In der Nähe der Grenze", twitterte "Hidden Cash" am Dienstag, weitere Hinweise sollen folgen. Zudem plant Buzi weitere "Hidden Cash"-Aktionen in Europa und den USA.

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