Die Vorbereitungen für umweltfreundliches Heizen in der Stadt Schwaz laufen auf Hochtouren. Im Optimalfall fällt der Startschuss für die Bauarbeiten im Sommer 2027.
Einen Grundstein für eine unabhängige, nachhaltige und klimaneutrale Wärmeversorgung legt die Silberstadt Schwaz. Unter dem Titel „Wärme Schwaz“ laufen die Vorbereitungen für das derzeit größte Investitionsvorhaben der Schwazer Stadtwerke. Diese erhielten – nach ihrer Ausgliederung aus der Stadtgemeinde – den Auftrag, sich um die Nah- bzw. Fernwärme in der Bezirkshauptstadt zu kümmern. Mehrere Anläufe waren dafür notwendig.
Zusammen mit der Energieagentur Tirol und dem INNERGY Reallabor der Universität Innsbruck wurde für die gesamte Silberstadt ein Wärmebedarf von 116 GWh pro Jahr erhoben.
Mit diesem Projekt wird die Bedeutung als zuverlässiger Versorger gestärkt.
Geschäftsführer Karl Heinz Greil
Einreichplanungen für erste Baustufe
Das Projekt ist in Stufen unterteilt. „Bereits Baustufe 1, die den Großteil des Gemeindegebiets östlich des Lahnbachs erschließt, versorgt mehr als 800 Gebäude“, heißt es. Damit wäre ein Drittel des gesamten Schwazer Wärmebedarfs abgedeckt.
Die Wärme wird an zwei Standorten mittels modernster Technologien erzeugt: In der Energiezentrale am Betriebsgelände der Stadtwerke mit leistungsstarken Wärmepumpen und Power-to-Heat-Systemen, sowie durch Nutzung von Abwärme aus einem Biomasse-Kraftwerk mit Technologie der Schwazer Firma Syncraft im Gewerbegebiet Ost.
In einem ersten Schritt erfolgen jetzt die Detail- und Einreichplanungen für die erste Baustufe.
Erste Haushalte werden ab dem Winter 2028 beheizt
Parallel wird eine Infokampagne gestartet, damit die Bevölkerung mehr erfährt. „Potenzielle Kundinnen und Kunden werden aktiv kontaktiert und Abnahmeverträge vereinbart. Außerdem werden alle rechtlichen Grundlagen und Fördermöglichkeiten geprüft und optimal für das Projekt genutzt.“
Läuft alles nach Plan, sollen im Sommer 2027 die Bauarbeiten am Wärmenetz und der Energiezentrale starten. Im besten Fall werden die ersten Haushalte ab dem Winter 2028 versorgt.
Das Vorhaben kommt gerade richtig, denn es stehen in einigen öffentlichen Gebäuden Sanierungen der Heizsysteme an.

Bürgermeisterin Victoria Weber
Bild: Christof Birbaumer
„Macht uns unabhängiger und bietet Perspektiven“
„Die Stadtwerke Schwaz sind schon seit Jahrzehnten ein verlässlicher Partner für die Errichtung von Infrastruktur und Versorgung mit Strom, Wasser und Internet. Großflächige Wärmelieferungen sind die perfekte Ergänzung dazu. Mit diesem Projekt wird die Bedeutung als zuverlässiger Versorger gestärkt“, zeigt sich Geschäftsführer Karl Heinz Greil vom Gelingen des Projektes überzeugt.
Bürgermeisterin Victoria Weber ergänzt: „Das Vorhaben ,Wärme Schwaz’ macht uns unabhängiger und eröffnet neue Perspektiven. Zudem kommt es gerade richtig, denn es stehen in einigen öffentlichen Gebäuden Sanierungen der Heizsysteme an. Diese können wir sauber, nachhaltig und kostengünstig versorgen.“
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