„Mirjam – Stark wie der Tod ist die Liebe“: Beim 100-Jahr-Jubiläum wird im Römersteinbruch in St. Margarethen zum ersten Mal die Perspektive einer Frau eine zentrale Rolle spielen.
Anno Domini 1926 wurden die Passionsspiele St. Margarethen erstmals aufgeführt – in einem Bauernhaus. Seit 1961 wird im Römersteinbruch gespielt.
Weil jede Zeit ihre eigenen Fragen und Antworten hat, brauche es laut Pfarrer Richard Geier immer wieder neue Ansätze in der Interpretation der altehrwürdigen Geschichte Jesu. „Mirjam von Magdala, also Maria Magdalena, war neben den Aposteln die engste Vertraute Jesu und auch die erste Zeugin der Auferstehung. Sie lädt uns ein, mit ihren Augen auf das Leben, Leiden und Sterben Jesu zu blicken. So entsteht ein zeitgemäßes Panorama der Passion“, sagt Hochwürden, der bei der 100. Auflage der Passionsspiele für das Buch verantwortlich zeichnet. Mirjam lässt die Zuschauer also an der weiblichen Perspektive auf die Passion teilhaben. „Das ist eine Sicht, die in der männerdominierten Kirche bisher vernachlässigt worden ist. Es ist höchst an der Zeit, dass auch die Passionsspiele in St. Margarethen weiblicher werden.“
Regisseur Waba: „Spannendes Textbuch“
Für die Einheimischen und Menschen aus der näheren Umgebung sind die Passionsspiele längst zur Herzensangelegenheit geworden. Rund 500 Darsteller und Helfer verwirklichen dieses Gemeinschaftswerk in ihrer Freizeit – in mehr als 50 Proben seit September 2025 wird viel Energie investiert, um eine bewegende Aufführung über die Bühne zu bringen. Für die Musik ist erstmals Albin Rudisch zuständig, ebenfalls neu im Team ist Regisseur Manfred Waba. Die Titelrolle der Mirjam wird von Renée Gallo-Daniel und Iris Klemenschitz verkörpert, den Jesus geben wie bereits 2022 Andreas Schalling und Rupert Kugler. „Das Textbuch ist wahnsinnig spannend“, sagt Regisseur Waba. „Die Aufgabe bei der Inszenierung wird sein, dass der Zuseher immer tiefer emotional bewegt wird, sich in der Geschichte verliert und schließlich wieder findet.“
Die Premiere von „Mirjam – Stark wie der Tod ist die Liebe“ findet am 23. Mai 2026 statt.
Info, Spielplan und Tickets:
www.passio.at
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