Riesige Aufregung

Land streicht Förderung: Jugendzentrum vor Aus

Niederösterreich
19.04.2026 13:00

Weil es vom Land keine Unterstützung mehr gibt, droht dem ältesten Jugendzenrums Niederösterreich in Amstetten die Schließung. Die Aufregung ist riesig!

Es sollte eigentlich ein großes Jubeljahr werden, doch ausgerechnet zum 60. Geburtstag steht Niederösterreichs ältestes Jugendzentrum vor dem Aus. Denn das Land hat, für viele völlig überraschend, den jährlichen Zuschuss in der Höhe von 50.000 Euro für das „JA Don Bosco“ in Amstetten eingestellt. Das sind etwa 40 Prozent der Gesamtfinanzierung – auch Stadt, Pfarre und der Träger zahlen mit.

„Man nimmt der Jugend die Zukunft“
Ein Fortbestand sei durch den Rückzug des Landes nun nicht mehr möglich, betont das Don-Bosco-Sozialwerk, der Betreiber der Einrichtung hinter der Herzjesu-Kirche. „Ich sorge mich um die Zukunft des Landes, wenn das Land der Jugend die Zukunft nimmt“, zeigt sich Geschäftsführerin Regina Schmid entsetzt.

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Wenn ein 15-Jähriger keinen Platz mehr hat, wo er nach der Schule hingehen kann, dann ist das keine abstrakte Budgetfrage.

SPÖ-Landtagsabgeordneter René Pfister

„Viel zu kurz gedacht“
Auch politisch hat die Streichung der Landesförderung ordentlich Staub aufgewirbelt. „Sie ist viel zu kurz gedacht, weil das später viel mehr kostet“, betont etwa SPÖ-Vizebürgermeister Gerhard Riegler. Schließlich hatte die Einrichtung in den sechs Jahrzehnten nicht nur Kindern und Jugendlichen verschiedener Generationen Spaß und Freude bereitet, sondern auch wichtige Integrationsaufgaben übernommen.

Nur aus Spargründen
Im Mittelpunkt der Kritik steht der zuständige FPÖ-Landesrat Martin Antauer. Wie es aus seinem Büro heißt, sei die Streichung rein aus Spargründen erfolgt. „Hier geht es aber nicht um irgendeine Förderung, sondern um konkrete Lebensrealitäten von Jugendlichen. Wenn ein 15-Jähriger keinen Platz mehr hat, wo er nach der Schule hingehen kann, dann ist das keine abstrakte Budgetfrage, sondern ein echtes Problem im Alltag“, ärgert sich SPÖ-Landtagsabgeordneter René Pfister.

„Ein Anschlag auf soziale Infrastruktur“
Der Grüne Landtagsabgeordnete und ehemalige Amstettner Vizebürgermeister Dominic Hörlezeder spricht gar von einem „Anschlag auf die soziale Infrastruktur unserer Region“. Die Streichung der Fördermittel sei nicht nur kurzsichtig, sondern „zutiefst unsozial“. Denn gerade Kinder und Jugendliche aus finanziell benachteiligten Verhältnissen hätten dort Orientierung und Unterstützung gefunden. „Ich fordere Landesrat Antauer daher auf, die Entscheidung zurückzunehmen“, so Hörlezeder.

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