Drei Jahrzehnte lang kümmert sich der Verein „Jugend und Kultur“ in Wiener Neustadt bereits um die Sorgen und Probleme von Jugendlichen. Sie leiden unter Leistungsdruck, aber auch unter Geldsorgen der Eltern.
Seit 30 Jahren ist der Verein „Jugend und Kultur“ in Wiener Neustadt ein zentraler Bestandteil der sozialen Infrastruktur für junge Menschen. Was einst mit wenigen engagierten Personen begann, ist heute ein breit aufgestelltes Netzwerk aus Jugend- und Suchtberatung, Mobiler Jugendarbeit, Schulsozialarbeit und Jugendkulturarbeit.

Die Herausforderungen für Jugendliche sind in den letzten Jahren deutlich komplexer und intensiver geworden. „Psychischer Druck, Unsicherheit, Zukunftsängste und steigende Anforderungen prägen den Alltag vieler Jungen“, beschreibt Geschäftsführerin Susanne Marton die Entwicklung. Themen wie Schönheitsideale oder globale Krisen werden durch soziale Medien zusätzlich verstärkt. Die Arbeit mit den Jugendlichen beginnt dabei immer mit einem sensiblen Beziehungsaufbau. Vertrauen entsteht oft in alltäglichen Situationen – bei Gesprächen, gemeinsamen Aktivitäten oder im direkten Kontakt im Lebensumfeld der Jugendlichen.
Die ersten Monate mit den Jugendlichen dienen dem Beziehungsaufbau. Erst dann können wir wirklich wirksam unterstützen

Kimberly Paulesits, stellvertretende Geschäftsführerin
Bild: Doris Seebacher
„Was gibt‘s heut zu essen?“ – Hunger als wachsendes Problem
Ein wachsendes Thema der letzten Jahre ist auch die soziale Lage vieler junger Menschen. „Viele Jugendliche kommen bereits mit leerem Magen in die Schule“, so Marton. „Wenn sie zu uns kommen, ist die erste Frage oft: „Was gibt’s heute zu essen?“ Angebote wie gemeinsames Kochen oder niederschwellige Treffpunkte gewinnen dadurch zunehmend an Bedeutung.
Gleichzeitig zeigt sich immer wieder, wie nachhaltig Jugendarbeit wirkt: „Wenn junge Menschen Jahre später zurückkommen und sagen, dass unsere Unterstützung für sie wichtig war, dann zeigt das, wie prägend diese Arbeit ist“, so Marton.
Zum Glück ist es für Jugendliche heute fast normal, dass man sich bei Problemen Hilfe sucht.

Susanne Marton, Geschäftsführerin von „Jugend und Kultur“
Bild: Doris Seebacher
Jugendarbeit setzt dabei früh an – bevor Probleme eskalieren – und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Stabilität junger Menschen und der gesamten Gesellschaft. „Viele Jugendliche fühlen sich überfordert und allein gelassen. Umso wichtiger ist es, dass es Orte gibt, an denen sie Unterstützung finden“, betont Geschäftsführerin Marton überzeugt.
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.