Schon wieder!

Theatergäste flüchteten schon vor der Pause

Salzburg
18.04.2026 18:30

Ein neues Stück am Salzburger Landestheater kommt bei den Besuchern nach wie vor nicht an. Die Aufführung ist nicht nur wenig gebucht – selbst Abonnenten gehen früher nach Hause. Die „Krone“ hat flüchtende Besucher gefragt, was sie an der Vorstellung so stört.

„Man kann manchmal nicht alles, was man möchte.“ Diesem Satz aus dem Stück „Berlin Alexanderplatz“ wohnt eine gewisse Ironie inne. Könnte er doch selbiges, das vor einer Woche Premiere im Salzburger Landestheater hatte, kaum besser beschreiben.

Die Schweinehälften waren nicht hilfreich
Denn das Musiktheater, das den Roman von Alfred Döblin als Vorlage hat, möchte viel. Mit enormem Personalaufwand, darunter Orchester und ein Chor, aufwendigem Bühnenbild und Kameraprojektion, hätte es eigentlich alles für die Zuschauer zu bieten.

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Wenn das ein Sprechstück wäre ohne Musik, sodass man es verfolgen kann ... Aber so ist es furchtbar!

Helmut Schelisnik aus Salzburg

Doch schon vor der Pause im ohnehin nur zur Hälfte besetzten Landestheater machen sich nach 40 Minuten die ersten Besucher auf. Lag es an den Schweinehälften, die auf die Bühne schwebten? Sie raunen sich zu „es ist echt ein Sch...“ und hauen mitten in der Vorstellung ab.

Helmut und Christine Schelisnik fuhren in der Pause heim.
Helmut und Christine Schelisnik fuhren in der Pause heim.(Bild: Markus Tschepp)

Mit einem von ihnen hatte die „Krone“ vor der Vorstellung kurz gesprochen. Er ist langjähriger Abonnent und war erst einmal in der Pause nach Hause gegangen, weil ihm das Stück am Landestheater nicht gefallen hatte. In der Pause lichten sich dann wie bei der Premiere und der Vorstellung am Dienstag die Reihen.

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Eine Katastrophe! Was sich der Regisseur denkt, ist mir ein Rätsel! Die Schauspieler tun uns leid.

Martin und Ingrid aus Salzburg

Auffällig viele Abonnenten sind es, die das Weite suchen. Es sei schon irgendwie beeindruckend, aber: „Die Musik! Das bitte keine drei Stunden“, sagt eine Frau, die sich nach der Hälfte schnell verabschiedet.

In der Arbeit gewonnen hat Gerald die Karten und seinen Freund Heinz mitgebracht. „Speziell“ finden die beiden das Stück, halten aber bis zum Schluss durch. Mit der Musik haben sie keine Probleme, aber damit, dass im Berliner Dialekt gesungen wird. Dialoge wie „Leg dir hin!“ – „Ick?“ empfinden einige Besucher als irritierend. Einer anderen Frau gefällt das Stück, auch wenn es „schwierig“ sei. Der Applaus fällt groß aus. Obwohl zum Schluss weniger als 100 Personen im Parkett sitzen. 

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