Der heutige Wien Marathon steht bei vielen Läufern unter einem karitativen Stern. 62 Athleten starteten für einen oberösterreichischen Verein und sammeln für MPS-Erkrankte Geld. Für Betroffene gibt es keine Heilung.
„Über eine Ex-Arbeitskollegin, deren Tochter betroffen ist, bin ich auf MPS aufmerksam geworden. Sie hat einmal erwähnt, dass der Verein Charity-Läufer sucht. Ich wollte sowieso laufen, also habe ich mich angemeldet“, schildert Georg Tober (34) aus Linz.
Aber von vorn: Was ist MPS, und welcher Verein? MPS steht für Mukopolysaccharidosen, das sind seltene Stoffwechselerkrankungen. Diese führen bei Betroffenen zu Organschäden, Skelettverformungen und oftmals geistiger Behinderung – es gibt keine Heilung.
Spenden für Therapiewoche
„Die Mutter einer Betroffenen hat MPS Austria 1985 gegründet, ich habe 1999 übernommen. Auch eine meiner Töchter ist erkrankt“, erklärt Michaela Weigl (63) aus Scharten, wo sich auch der Vereinssitz befindet. „Wir sind ein kleiner Verein, die Krankheit ist sehr selten. Heuer haben wir 62 Läufer am Start, so viele wie noch nie“, freut sich die Geschäftsführerin. Die Läufer sammeln Spenden für die sommerliche Therapiewoche des Vereins und treten in Vereins-Outfits beim heutigen Vienna City Marathon an, um Aufmerksamkeit zu erzeugen.
Treffen mit Betroffenen und Familie
„Eine heilende Gentherapie gibt es noch nicht, aber man kann die Symptome therapieren“, bedauert die engagierte Mutter. Zurück zu Georg Tober, der schon zum zweiten Mal startet: „Das gibt dem Laufen einen schönen Mehrwert. Ich habe 380 Euro beisammen – 300 war das Ziel“, so der Linzer, der als Head of Recruiting bei Kern Engineering Careers arbeitet.
Das Schönste komme aber vor dem Lauf: „Am Vorabend gehen wir mit den Betroffenen und ihren Familien essen. Das ist so schön, man spürt so eine Freude und Dankbarkeit. Das gibt einem noch einmal eine ganz andere Kraft für den Lauf.“
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